Für die virtuelle Immobilienbesichtigung: 3-D-Kameras für Immobilienmakler

Wie in vielen anderen Bereichen wird auch in der Immobilienbranche die virtuelle Welt immer wichtiger – gerade in Krisenzeiten während Kontaktverboten und Co. 3-D-Rundgänge sind auf Immobilienportalen keine Seltenheit mehr, sondern werden immer mehr zum Standard. Zum neuesten Know-how eines Maklers gehören daher auch die Kenntnisse über die 3-D-Technik. Welche Kameras auf dem Markt sind, das verraten die folgenden Zeilen.

Für den besseren Eindruck: Warum 3-D wichtig für Immobilienmakler ist

Die dreidimensionale Bildtechnik ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Bereits Handys sind mit dieser Technologie ausgestattet. Vor allem im Immobilienbereich werden 3-D-Fotos und Videos immer wichtiger – der virtuelle Eindruck online gewinnt immer mehr an Bedeutung. Der Vorteil der Dreidimensionalität liegt hier vor allem darin, dass dadurch ein Raumgefühl geschaffen werden kann. Denn nicht immer drücken herkömmliche Bilder aus, wie es in den dargestellten Räumen wirklich ist. Um eine Immobilie zu verstehen, ist es für einen Kunden daher besonders wichtig, die Raumdimensionen abschätzen zu können. Mit innovativer Kameratechnologie können Immobilien sogar vollständig gescannt werden, das ermöglicht ein maßstabsgetreues 3-D-Modell. Aber auch online können sich Interessenten in einem virtuellen Rundgang einen ersten Eindruck machen – das ist attraktiv und spart auch dem Immobilienmakler Zeit und Kosten. 3-D-Kameras haben dabei enorme Vorteile: Sie erzeugen eine ansprechende Optik in hoher Bildqualität. Zudem gibt es Modelle für Einsteiger und Fortgeschrittene – es muss nicht immer das teure Profigerät sein.

Ein Technik-Überblick: Verschiedene Kameras auf dem Markt

Um 3-D-Bilder zu erzeugen, gibt es verschiedenen Techniken. Vor allem Stereokameras vermitteln einen guten räumlichen Eindruck, da die Technik hier das Sehen mit zwei Augen imitiert. Zahlreiche andere Modelle setzten auf die 3-D-Konvertierung. Zudem gibt es noch weitere Spezialkameras wie beispielsweise Lichtfeldkameras sowie Geräte, die zur erstellen von digitalen 3-D-Modellen geeignet sind.

Die Charakteristiken von Stereokameras

Diese Technologie ist schnell und einfach zu erkennen: Die Modelle haben zwei nebeneinander platzierte Objektive, deren Belichtungs- und Schärfeneinstellung miteinander gekoppelt sind. Mit Auslösen des Knopfs werden dadurch zwei stereoskopische Halbbilder erstellt. Diese können entweder nebeneinander abgelichtet werden oder aber auf zwei Bildsensoren aufgenommen werden. Diese Technologie ist die aktuell beste bei feststehenden Kameras.

Kameras, die mit Konvertierung arbeiten

Wird bei einer Digitalkamera eine 3-D-Funktion angegeben, dann steckt hier meist die Konvertierung von 2-D zu 3-D dahinter. Hier wird die sogenannten Anaglyph-Technologie angewendet, bei der ein dreidimensionaler Effekt im Gehirn entsteht. Solche Kameras nehmen zwei Bilder kurz hintereinander auf und bilden diese übereinander ab. Durch die unterschiedliche Einfärbung von der rechten und linken Bildhälfte und das Übereinanderlegen vereinigen sich im Gehirn beide Bilder zu einem räumlich wirkenden Gesamtbild.

Lichtfeldkameras

Die sogenannten plenoptischen Modelle erfassen alle vier Dimensionen eines Lichtfelds, das zu einem 3-D-Effekt genutzt werden kann. Bei diesen Kameras wird das Licht nicht wie herkömmlich gebündelt eingefangen, sondern die Strahlen direkt aufgenommen, dass auch die Position, Intensität und Richtung des Lichtstrahls festgehalten wird. Mit einer entsprechenden Software werden dann sämtliche Ebenen des Bilds errechnet, der Schärfebereich und der Fokus wird verschiebbar. Das gibt den Eindruck, „durch das Bild wandern zu können“ und kann ein hervorragendes räumliches Gefühl erzeugen. So manches Smartphone nutzt auch dieses Prinzip.

ToF-Kameras

Bei diesen Kameras werden die Tiefeninformationen mittels Infrarotstrahlen eingefangen und bemessen. Die Technik nutzt dabei die Messung der Zeit, wie lange für die Reflexion der Infrarotstrahlen gebraucht wird. Time-of-Fligth (ToF)-Kameras finden sich inzwischen nicht mehr nur in professionellen Fotokameras – die Sensoren sind inzwischen so klein, dass sie auch ins Smartphone passen.

Es muss nicht immer das teuerste Modell sein: Das kosten 3-D-Kameras!

Inzwischen gibt es zahlreiche Unternehmen, die 3-D-Kameras auf dem Markt anbieten. Zu den führenden Herstellern, die auch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten, gelten in vielen Testberichten unter anderem Samsung, Sony, Panasonic, GoPro, No Name und Ricoh. Manche Produkte werden als Kompaktkamera angeboten, andere sind Spiegelreflexmodelle. Wiederum andere, kleine Webkameras oder speziell auf 3-D-Bilder ausgelegte Produkte können oft mit dem Handy verbunden werden. Aber auch Smartphones bieten längst 3-D-Kameras. Der Preisbereich für 3-D-Kameras ist breit gefächert. Einfache und günstige Einsteigermodelle können schon für rund 50 Euro erstanden werden. Teure Produkte mit mehreren Funktionen liegen aber auch schon mal bei über 500 Euro. Hier weisen Tests und Vergleiche den Weg – welches Modell für welchen Immobilienmakler am besten geeignet ist.
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