Unterstützung: Diese Krankenkassen zahlen Fitnesstracker!

Sie motivieren zu mehr Bewegung, bringen Ideen für mehr Fitness und haben einen deutlichen Einfluss auf eine gesunde Lebensweise: Fitnesstracker und Sportuhren! Im heutigen Alltag sind diese kleinen Armbändern gar nicht mehr wegzudenken, die Schritte zählen, Herzfrequenz aufzeichnen, einen Pulsmesser haben oder Kalorienverbrauch überwachen. Circa ein Drittel der Bevölkerung zeichnet Umfragen zufolge bereits seine Gesundheitsdaten auf – ebenfalls ein Drittel von Ihnen nutzen einen Fitnesstracker. Doch die intelligenten Armbänder von Fitbit, Garmin oder die Apple Watch haben auch Ihren Preis. So mancher kann sich das Wearable nicht leisten. Vielleicht bekommen Sie Unterstützung von Ihrer Krankenkasse, denn in einigen Fällen fördern sie Fitnesstracker.

Darum unterstützen Krankenversicherungen die Fitnesstracker

Die intelligenten Gadges am Handgelenk tragen zu einer gesundheitsbewussten Lebensweise bei, ist bei vielen Krankenkassen das Argument. Denn nicht nur im Fitnessstudio, sondern auch im Alltag lässt sich leicht mehr Bewegung integrieren. Der Schrittzähler motiviert, Tag für Tag längere Strecken zu laufen und auch einmal mehr die Treppe statt des Fahrstuhls zu nehmen. Die Visualisierung der Ergebnisse motiviert. Und mehr Bewegung trägt zu einem besseren Gesundheitszustand bei. Für die Krankenkassen entstehen weniger Folgekosten, sind ihre Versicherten gesünder. Mehr Bewegung stärkt Herz und Kreislauf und senkt das Risiko für Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes. Zudem motivieren die Krankenkassen durch die Kopplung an Gesundheitsmaßnahmen zu Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen und Co.

Nicht einfach mal so: Klare Regeln für die Förderung

Der Kauf allein macht den Lebensstil des Menschen nicht gleich gesünder – die Geräte am Handgelenk trackern lediglich. Daher ist eine Zuzahlung bei Fitnesstrackern durch die Krankenversicherung oft an klare Regeln gebunden. Meist ist die Unterstützung beim Kauf an Bonusprogramme gekoppelt. Der Klient muss nachweisen, an Kursen oder Vorsorgeuntersuchungen teilgenommen zu haben, die der Gesundheit dient. Zudem braucht es auch den Kaufbeleg des Fitnesstrackers, um die Förderung zu bekommen.
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Bei anderen Krankenkassen wird nicht direkt Geld für das wearable gegeben, sondern diese im Bonusprogramm als Belohnung angeboten. Von Krankenkasse zu Krankenkasse gibt es hier unterschiedliche Verfahrensweisen.

Diese gesetzlichen Krankenkassen bezuschussen Fitnessarmbänder

Längst nicht jede Krankenkasse hat den Sinn von Fitnesstrackern für seine Versicherten entdeckt. Doch zahlreiche Anbieter haben sie in ihrem Katalog. So können Sie sich bei der Anschaffung eines Fitnessarmbands helfen lassen, wenn Sie bei einer der folgenden Krankenkasse versichert sind.
  • AOK
  • Barmer
  • DAK Gesundheit
  • IKK Classic
  • SBK
  • Techniker Krankenkasse (TK)
  • BKK Mobil Oil
Weitere Krankenkassen, die Zuschüsse gewähren, sind unter anderem: Pronova BKK, KKH Kaufmännische Krankenkasse, BIG direkt gesund, BKK EUREGIO, BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER, BKK Melitta Plus, BKK ProVita, BKK VDN, Continentale BKK, HKK, Knappschaft und Viactiv, bei der sich Geld zurück geholt werden kann.

Unterschiedliche Regeln: Die einzelnen Bedingungen

Bei der AOK sind die Regeln je Landesverband – ob Bremerhaven oder Nordwest, hier kommt es auf die Region an. Die AOK Nordost bezuschusst im Rahmen des Gesundheitskontos alle zwei Kalenderjahre 50 Prozent des Anschaffungspreises von wearable. Die Unterstützung beträgt jedoch maximal 50 Euro. Die AOK Plus für Sachsen und Thüringen hilft im Rahmen ihres Bonusprogramms. Wer 3000 Punkte (ein Wert von 30 Euro) gesammelt hat, kann damit den Kauf eines Fitnesstrackers für das Handgelenk bezuschussen. Die Apple Watch ist hier ausdrücklich Teil des Programms. Der Versicherte muss das Gerät jedoch selbst kaufen, während er Mitglied ist. Auch wird nur in Fitnesstracker pro Kalenderjahr unterstützt. Bei der AOK Rheinland/Hamburg reicht eine Gesundheitsmaßnahme, um entweder 50 Euro in bar oder 250 Euro für Gesundheitsmaßnahmen zu verdienen. Darunter fallen auch Fitnesstracker. Bei drei Gesundheitsmaßnahmen sind 125 Euro in bar 500 Euro für Gesundheitsleistungen. Jedoch werden maximal 80 Prozent des Rechnungsbetrages erstattet.
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Die Barmer hingegen bietet keine Zuzahlung beim Kauf eines Fitnesstrackers, sondern hat ein Modell als Prämie in ihrem Bonusprogramm. Hier ist der „ACME Fitness Activity Tracker“ erhältlich, der mit nur 500 Bonuspunkte ergattert werden kann. Die DAK Gesundheit stockt ebenfalls im Rahmen eines Bonusprogramms eine ausgezahlte Barprämie mit 20 Prozent auf, wenn diese für einen Fitnesstracker genutzt wird. Auch bei der Techniker Krankenkasse gibt es im Rahmen eines Bonusprogramms Unterstützung für den Kauf eines Fitnesstrackers. Hier können ebenfalls gesammelte Punkte in einen Fitnesstracker investiert werden – mit 100% Aufstockung. Bei der SBK funktioniert es ähnlich, gesammelte Gesundheitsstempel helfen hier bei der Anschaffung vom Fitnessarmband – die Stempel haben einen Wert zwischen 20 und 100 Euro. Die IKK verlangt von den Versicherten die Nutzung von mindestens vier Gesundheitsmaßnahmen. Dann ist ein maximaler Zuschuss von 150 Euro pro Teilnahmezeitraum möglich. Auch die Betriebskrankenkasse Mobil Oil hat ein Prämien-Programm mit dem Namen „Fitforcash“. Hier müssen mindestens drei Punkte erfüllt sein (beispielsweise Krebsvorsorge, Zahnvorsorge und Impfschutz), dann können zwischen 50 und 250 Euro Zuschuss für einen Fitnesstracker fließen.

Die Handhabung bei privaten Krankenkassen

Bei den privaten Krankenkassen gibt es mehr Freiheiten in der Gestaltung der Tarife, um solche Zuschüsse zur gewähren. Doch nur wenige nutzen hier die Möglichkeiten. Vorreiter ist vor allem die Generali – die mit Zuschuss und Beitragssenkung im Tausch gegen Fitnessdaten lockt. Bei dieser Versicherungsgesellschaft gibt es den Zuschuss sogar im Vorhinein, wenn der Versicherte am sogenannten „Vitality-Programm“ teilnimmt. Hier werden 40 Prozent des Kaufpreises von Fitnesstracker der Marke Polar und Garmin bezuschusst. Die Nutzung kann weitere Vorteile bringen. Stellt der Versicherte seine Fitnessdaten der Clearingstelle zur Verfügung, können sogar Tarifbeiträge gesenkt werden. Im Gegenzug für die Auswertung gibt es günstigere Versicherungsbeiträge und auch Nachlässe bei Partnern der Versicherung – wie beispielsweise Adidas oder Fitness First. Die Teilnahme am Programm ist freiwillig.
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Auch die AXA gehört zu dem kleinen Kreis der privaten Versicherungen, bei deren Mitgliedschaft Unterstützung für einen Fitnesstracker möglich ist – wenn auch im kleinen Stil. Hier kann mit der App „Rundtastic“ gearbeitet werden. 10 Euro Zuschuss gibt es bei einem Mindestbestellwert von 100 Euro in dessen Online-Shop. Bei der DKV hängt es mit dem richtigen Tarif zusammen, ob 50 Euro pro Gerät und Krankenversicherten bezuschusst werden – ebenfalls als Aktivprämie.

Fazit

Wer sich einen Fitnesstracker oder eine Sportuhr zulegen möchte, sollte daher unbedingt bei seine Krankenkasse nachfragen, unter welchen Bedingungen diese die Anschaffung gefördert. Immer mehr Versicherte nutzen dieses Angebot bereits – bei der AOK sind die Fitnesstracker unter allen Befragten auf Platz drei ein. Bei der BKK Mobil Oil liegen die intelligenten Armbändern auf Platz acht – hinter der professionellen Zahnreinigung, Osteopathie oder Brillengläsern.
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