Techniker Krankenkasse will Fitnessdaten nutzen

Heutzutage äußerst beliebte Gadgets – vor allem bei der jüngeren Generation: Fitnessuhren, Fitnessarmbänder und Fitnesstracker.  Die Fitnesstracker sollen nicht nur zu mehr Motivation im Alltag führen, sondern auch zu einem gesünderen Lebensstil verhelfen. Immer mehr Menschen achten verstärkt auf ihre Gesundheit. Fitnesstracker unterstützen das tägliche Training und halten Fortschritt sowie Ergebnisse fest und ermöglichen außerdem noch die Messung der Herzfrequenz, des Pulses, und vieles mehr. Die meisten Fitnesstracker können mit sogenannten Fitness-Apps am Smartphone verbunden werden, welche dann die Daten aufzeichnen und auswerten. Sogar die Erstellung von Trainingsplänen ist mit Hilfe solcher Apps möglich. Der Markt für die sogenannten Wearables wird immer größer, zahlreiche Hersteller überbieten sich gegenseitig mit High-Tech-Ausstattung und unterschiedlichen Funktionen. Auch die Krankenkassen wollen nun auf diesen Zug aufspringen, allen voran die Techniker Krankenkasse.

Das digitale Gesundheitswesen

Die Techniker Krankenkasse möchten die digitalen Daten zukünftig in elektronische Patientenakten integrieren und so wichtige Informationen über die Gesundheit ihrer Mitglieder erlangen. Der Grundgedanke: Mitglieder der Krankenkasse, die demnach einen gesünderen Lebensstil führen und auf ihre Gesundheit achten, sollen somit weniger bezahlen. Fitnesstracker können beispielsweise in bestehende Bonusprogramme integriert werden. Wie sich das jedoch mit dem Datenschutz verträgt, ist noch unklar. Definitiv soll das Teilen dieser Daten nur auf freiwilliger Basis der Nutzer erfolgen. Das Fitnessprogramm ist eine App der Techniker Krankenkasse, welches die Mitglieder dabei unterstützen soll, 12 Wochen lang mehr Bewegung in den Alltag zu bringen. Die App ist kompatibel mit vielen aktuellen Fitnesstrackern. Mit dem Programm soll ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung und Verbesserung der Gesundheit durch ausreichend Bewegung erreicht werden, das Ziel sind 60.000 Schritte in mindestens 10 Wochen. Wird dieses Ziel erreicht, bekommt der Nutzer dafür 500 Punkte für das Bonusprogramm der Techniker Krankenkasse. Einige Krankenkassen unterstützen auch den Kauf von Fitnessuhren oder Fitnesstrackern, da sie ja im Gegenzug von den Daten des Nutzers auch profitieren. Mitglieder erhalten hier beispielsweise einen Zuschuss oder auch Punkte im Rahmen eines Bonusprogramms.

Die Informationen der Fitnesstracker

Ein Fitnesstracker kann je nach Modell und Ausstattung unterschiedliche Daten erfassen, teils mit Hilfe von verschiedenen Sensoren und diese können beispielsweise mit Hilfe einer App ausgewertet und analysiert werden.
  • Schrittzähler (Distanzmessung)
  • Pulsmessung
  • Herzfrequenzmessung
  • Kalorienzähler
  • Schlaftracker (Analyse von Dauer und Qualität des Schlafs)
  • Aktivitätstracker (Art und Dauer der Aktivität)
  • u.v.m.

Fitnesstracker und Datenschutz

Bereits rund ein Drittel der Deutschen nutzt bereits einen Fitnesstracker. Viele Nutzer fürchten um die Risiken bei der Nutzung eines solchen Geräts. Kaum jemand möchte, dass die Daten zur eigenen Gesundheit an Dritte gelangen. Auch wenn die Übermittlung der besonders sensiblen Gesundheitsdaten in Sachen Prävention und Gesundheitsvorsorge durchaus von Vorteil sein kann, hier sollten höchste Standards bei der Übermittlung und der Speicherung der Daten eingehalten werden. Verbraucherschutzminister Maas ordnet deshalb eine Prüfung zur Einschränkung der Verwendung bestimmter Gesundheitsdaten auf Grundlage der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung an.
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