Pocket Bike im Vergleich

Pocket Bike Test 2021: Die besten Pocket Bike im Vergleich

Ob für den Nachwuchs oder den eigenen Spaß, für Motorradfans oder alle, die es noch werden wollen – Pocketbikes bringen Spaß im kleinen Rahmen. Vorbilder für die Minibikes sind Motorräder, allerdings sind Pocketbikes deutlich kleiner. Optisch sind sie ihren großen Vorbildern dabei teilweise eins zu eins nachempfunden. Es gibt sie sowohl für ebene Untergründe und Straßen als auch für unebenes Gelände. Modelle für durchwachsenes Gelände werden auch Dirt Bike genannt. Im folgenden Ratgeber stellen wir die Mini-Motorräder näher vor und beantworten Fragen rund um Aufbau, Kosten sowie Zubehör und geben Tipps und Hinweise, worauf es beim Kauf zu achten gilt.

Für wen sind Pocket Bikes geeignet?

Die motorisierten Maschinen sind insbesondere für Kinder und Jugendliche hergestellt, um auf Privatgelände fahren zu können. Längst haben aber auch Erwachsene das Minibike für sich entdeckt. Wer gerne eine Runde mit dem Miniaturmotorrad fährt, sollte allerdings das maximal zulässige Gewicht beachten. Schließlich sind die Stücke eher für kleinere und leichtere Fahrer ausgelegt. Um das passende Modell für den Einsatz auf Rennstrecken oder über Gelände und Waldwege zu finden, sollten die folgenden Faktoren beachtet werden:
  • Alter
  • Größe
  • Gewicht

Alter

  • Sechs bis acht Jahre: Es stellt sich die Frage, ob die ganz Kleinen überhaupt mit einem motorisierten Fahrzeug fahren sollten. Sind sie von dem Gedanke jedoch unter keinen Umständen abzubringen, sollte man eher auf ein mini E-Bike setzen, da in diesem Fall der Motor nicht heiß wird und sich die Leistungsentwicklung besser einschätzen lässt. Außerdem werden keine giftigen Abgase produziert, die das Kind einatmen könnte.
  • Acht bis zwölf Jahre: Hat der Nachwuchs bereits genügend Erfahrung auf zwei Rädern gesammelt, kann man über die Anschaffung des ersten benzinbetriebenen Pocket Bikes nachdenken. Sind die Kinder jedoch noch klein und zierlich, könnte eher ein Elektro Pocket Bike sinnvoll sein.
  • Zwölf bis 16 Jahre: Im Alter von zwölf Jahren wurden mit Sicherheit bereits einige Erfahrungen auf zwei Rädern gesammelt. Daher kann ein 75 ccm Pocket Bike oder sogar ein 125 ccm Pit Bike das Richtige sein. Wer in diesem Alter ins Fahren mit einem motorisierten Zweirad einsteigt, kann dabei ein Minibike mit halb- oder automatischer Schaltung wählen. So können sich Anfänger besser auf das Fahren konzentrieren, ohne sich Gedanken um das Kuppeln machen zu müssen.
  • Über 16 Jahre: Für Jugendliche über 16 wird ein Pit Bike mit manueller Schaltung empfohlen. Denn Leistung der automatischen Modelle ist für viele dann längst nicht mehr ausreichend. Empfehlenswert ist daher eher ein 125 bis 140 ccm Pit Bike.

Größe

Natürlich sollte ein Pocket Bike auch zur Körpergröße des Fahrers passen. Auch große Personen bis 1.80 m können im Übrigen Spaß auf solch einem motorisierten Zweirad haben. Sie müssen allerdings auf den meisten Modellen die Beine schräg nach außen anwinkeln, um genug Freiheit zu haben.

Gewicht

Allzu schwer sollten Nutzer eines Pocket Bikes nicht sein, denn das Körpergewicht hat einen enormen Einfluss auf den Top Speed sowie die Beschleunigung des Minibikes. Je schwerer eine Person ist, desto schwerer kommt sie auch von der Stelle und die Beschleunigung ist deutlich langsamer. Dennoch ist es Nutzern bis etwa 80 kg möglich, sich auf einem Pocket Bike fortzubewegen. Wer schwerer ist, sollte eher zu einem Pit Bike greifen. Dieses ist etwas größer als das klassische Pocketbike und deutlich leistungsfähiger.

Die wichtigsten Merkmale des Pocket Bikes

Auch wenn Pocket Bike übersetzt in etwa Taschenmotorrad bedeutet, lassen sich die Stücke noch lange nicht in eine Handtasche stecken. Dennoch spielt der Name auf die Größe an: Pocket Bikes sehen im Grunde aus wie Motorräder, sind jedoch deutlich kleiner. Sie sind motorisiert und besitzen Kupplung, Gaszug sowie Motor – ganz wie ihre Vorbilder. Doch nur Modelle, deren Maße 110 x 50 x 50 cm nicht überschreiten, zählen auch zu den Pocket Bikes. Größere Modelle sowie solche, die 49 ccm Hubraum überschreiten, gehören der Sparte der Midi bzw. Pit Bikes an. Im Gegensatz zu Motorrädern sind die Minibikes in der Regel nicht mit Schaltgetrieben ausgestattet, stattdessen ist ein Automatikgetriebe in den motorisierten Zweirädern verbaut. Eine Fliehkraftkupllung überträgt die Antriebsenergie an ein sogenanntes Ritzel. Dieses wiederum gibt die Energie über die Antriebskette an das Kettenblatt weiter. Bei einem Dirtbike sieht die Antriebsart in der Regel etwas anders aus: Hier wird die Motorenergie auf eine Fliehkraftkupplung übertragen, welche über eine Untersetzung geleitet und anschließend auf ein Ritzel übertragen wird. Dieses gibt die Energie schließlich an das Hinterradritzel. Neben Pocketbikes finden sich noch weitere motorisierte Gefährte, die an Motorräder erinnern. Besonders bliebt sind die bereits genannten Pitbikes, auch Midibikes genannt. In der Gegenüberstellung wird ersichtlich, in welchen Punkten sich die beiden Zweiräder voneinander unterscheiden:  
Pocketbike
Pit- bzw. Midibike
·        Maximale Größe: 110 x 50 x 50 cm ·        Hubraum: max. 49 ccm ·        Meistens Zweitakter ·        Günstiger Preis ·        Durch Tuning sind höhere Kubikzahlen möglich, dadurch sind sie auch für den Rennsport geeignet ·        Größe: Über den Maßen eines Pocketbikes ·        Hubraum: 49 bis 125 ccm ·        In der Regel mit Viertaktmotor ·        In höheren Preissegmenten angesiedelt ·        Geschwindigkeiten bis 100 km/h möglich, daher für Rennen konzipiert
  Achtung: Pocketbikes sollten vor allem von Kindern nur unter Aufsicht eines Erwachsenen verwendet werden. Auch wenn es kleine Fahrzeuge sind, besteht Unfallgefahr, die mit Verletzungen einhergehen können. Außerdem sind die Mini Motorräder nur auf ausdrücklich erlaubten Flächen zu benutzen.

Was sind typische Ausstattungsmerkmale?

Um einen Eindruck zu bekommen, was Pocket Bikes leisten können und wie sie ausgestattet ist, sollen die folgenden Merkmale helfen. Zwar finden sich zwischen den unterschiedlichen Modellen marginale Unterschiede, die folgenden Eigenschaften gelten jedoch üblicherweise für die meisten Exemplare:
  • Leistung ca. 3,5 PS
  • Verfügen in der Regel über eine Notausleine oder einen Notausschalter
  • Teilweise mit Drosselgriff
  • Startsystem: Seilzug-, E-Starter, Kette oder Zündschloss mit Alu Pull Starter
  • V-Max: 35 – 55 km/h
  • Reifengröße zwischen 8 und 10 Zoll
  • Eigengewicht zwischen 19 und 65 kg
  • Trägt in der Regel 60 bis 85 kg
  • Meistens mit Automatikgetriebe
  • Motor: bis 49 ccm mit 2-Takt Einzylinder
  • Kraftstoff: Benzin oder Benzin-Ölgemisch
  • Zusatzfunktionen wie Tuning Rennkupplung, Sportstoßdämpfer, Federgabel und Federdämpfer, Sportluftfilter, gelochte Bremsscheiben uvm.

Aus welchen Bestandteilen sind Pocket Bikes gefertigt?

Neben üblichen Komponenten wie Fahrgestell, Verkleidung oder Lenker, zählen zu den wichtigsten technischen Einheiten die drei folgenden:
  • Motor
  • Bremsanlage
  • Antriebsart und Kupplung

Der Motor

Die meisten Modelle verfügen über Zweitaktmotoren mit einem Hubraum zwischen 39 und 49 ccm. Der Motor wird dabei in der Regel mit Hilfe eines Seilzugs gestartet, doch auch ein elektrischer Start ist bei einigen Exemplaren möglich. Der Kraftstoff wird dabei über einen Vergaser zugeführt. Der Motor arbeitet, indem sich der Kolben im ersten Takt nach oben bewegt. Dadurch wird frisches Kraftstoff-Luft-Gemisch vom Vergaser angesaugt und gelangt durch den Einlass ins Kurbelwellengehäuse. Jedes im vorletzten Takt angesaugte Gemisch wird im Brennraum nach der Verdichtung durch die Zündkerze gezündet, wodurch der nächste Takt eingeleitet wird. Im zweiten Takt bewegt sich der Kolben durch die explosionsartige Verbrennung nach unten. Dadurch wird das im Kurbelwellengehäuse befindliche Gemisch durch den Überströmer in den Brennraum gedrückt. Gleichzeitig drückt das frische Gemisch die Verbrennungsabgase durch des Auslass in den Auspuff.

Die Bremsanlage

Wie beim Motorrad üblich, sind auch Pocket Bikes mit einem kompletten Bremssystem ausgestattet. Vorder- sowie Hinterradbremsen sind dabei mit Scheibenbremsen, entweder als Einzel- oder Doppelscheiben ausgestattet und führen bei Betätgigung zur Verringerung der Geschwindigkeit.

Antriebsart und Kupplung

Im Vergleich zu ihren großen Geschwistern verfügen Pocket Bikes in der Regel nicht über ein kompliziertes Schaltgetriebe. Stattdessen schaltet zumeist eine Fliehkraftkupplung selbständig, die über den Gaszug betätigt wird. Ritzel, Antriebskette sowie Kettenblatt geben die Energie anschließend weiter. Hersteller nennen die Funktionsweise „Automatik“. Hochwertige Dirt Bikes besitzen zumeist eine Rennkupplung, die deutlich schneller und präziser greift. Das setzt jedoch Können voraus und ist für Anfänger eher ungeeignet.

Welcher Kraftstoff ist der Richtige?

Die meisten Exemplare sind mit einem Zweitaktmotor ausgestattet und werden mit einer Mischung aus Benzin und Öl betrieben. Am häufigsten sind dabei Mischverhältnisse von 1:25. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass das Öl auch für Zweitakter geeignet ist. Unpassendes Öl kann sich nicht gut mit Benzin vermischen und schädigt das Fahrzeug im schlimmsten Fall. Der Tank fasst etwa 1,5 Liter, was für rund 30 bis 40 km reicht. Wurde ein Bike bereits häufig gefahren, kann man auf ein anderes Mischverhältnis aus Benzin und Öl umsteigen. In diesem Fall ist das Verhältnis von 1:50 empfehlenswert. Man sollte jedoch bei jedem Modell individuell entscheiden, was geeignet ist. Die folgende Tabelle zeigt, was die verschiedenen Mischverhältnisse in der Praxis bedeuten:
Mischverhältnis
1:50
1:25
Benzin (in l) Öl (in ml) Öl (in ml)
1 20 40
2 40 80
3 60 120
4 80 160
5 100 200
  Um das Bezin mit der entsprechenden Menge Öl zu füllen, gibt man zunächst 50 Prozent der gewünschten Benzinmenge in einen Mischkanister und gibt anschließend die passende Menge des 2-Takt-Motoröls hinzu. Im letzten Schritt wird die restliche Menge an Benzin in den Kanister gegeben. Diese Herangehensweise sorgt dafür, dass sich beide Komponente gut durchmischen. Umrühren ist nicht mehr notwendig. Info: Ein Zweitaktmotor ist im Unterhalt hochpreisiger als ein Viertaktmotor. Er benötigt mehr Benzin und im Gegensatz zu einem Viertakter kommt bei dieser Variante Öl für das Gemisch hinzu.

Mit welchen Anschaffungskosten ist zu rechnen?

Im Gegensatz zu ihren großen Geschwistern sind Pocket Bikes erschwinglich und schon für vergleichsweise wenig Geld erhältlich. Die meisten Exemplare belaufen sich dabei in einem Rahmen von rund 190 bis 350 Euro. Wer jedoch ein spezielles Stück, beispielsweise ein Dirt- oder Crossbike sucht, sollte bereit sein, etwas mehr zu investieren. Zwar beginnen die Modelle hier bei rund 180 Euro, doch es sind auch Stücke für 800 Euro zu finden. Bei Kindersquats findet sich eine ähnliche Obergrenze. Die günstigsten Modelle beginnen bei den vierrädrigen Fahrzeugen bei rund 290 Euro.

Entscheidung: Welches der vorgestellten Pocket Bikes ist das Richtige?

Nicht nur bei ihren Vorbildern – den Motorrädern – finden sich unterschiedliche Varianten, auch bei Pocket Bikes gibt es teilweise große Unterschiede. Generell lässt sich zwischen den folgenden Versionen unterscheiden:
  • Herkömmliches Pocket Bike
  • Dirt Bike
  • Cross Pocket Bike
  • Renn Pocket Bike
  • Elektro Pocket Bike

Das herkömmliche Pocket Bike

Die Variante eignet sich insbesondere für den Gebrauch auf glattem Untergrund, da Reifen und Stoßdämpfer für diese Umgebung konzipiert wurden. Der öffentliche Verkehrsraum ist allerdings tabu. Die Modelle verfügen in der Regel über einen Zweitaktmotor, ein einfaches Automatikgetriebe sowie Scheibenbremsen, die entweder aus Einfach- oder Doppelscheiben bestehen.

Das Dirt Bike

Dirt Bikes (auch Crossbike genannt) sind zwar nicht per se schmutzig, können jedoch nach ihrem Gebrauch voller Dreck und Schmutz sein. Der Grund ist, dass diese Modelle insbesondere für unebenes Terrain wie Wald, Felder oder Wiesen entwickelt wurden, wodurch sie viel Schmutz abbekommen können. Die Modelle sind sehr beliebt, denn der Reiz besteht hierbei in ausgedehnten Offroad-Touren mit herausforderndem Untergrund. Viele Modelle sind mit einem Viertaktmotor versehen, wobei ein regelmäßiger Ölwechsel erforderlich ist, damit die Leistungskraft des Motors nicht nachlässt. Außerdem finden sich auch Modelle, die mit einem Vier-Gang-Getriebe ausgestattet sind und sich manuell schalten lassen.

Das Cross Pocket Bike

Diese Exemplare sind noch beliebter als klassische Pocket Bikes. Sie können ohne Probleme auch im leichten Gelände, auf Feldwegen sowie auf dem Asphalt gefahren werden. Im Gegensatz zu Rennbikes verfügen sie über eine höhere Sitzhöhe, ein höheres Federwerk sowie Stollenreifen. Für Motorcrossstrecken sind sie allerding eher nicht geeignet.

Das Renn Pocket Bike

Diese Modelle können lediglich auf dem Asphalt vernünftig gefahren werden. Viele Stücke, die es insbesondere Online zu kaufen gibt, sind Miniaturausgaben größerer Rennmaschinen und sollen Marken wie Yamaha, Honda oder Suzuki imitieren. Renn Pocket Bikes verfügen über eine sehr niedrige Sitzhöhe und ein niedriges Federwerk. Aufgrund ihres glatten Reifenprofis sowie ihres Straßenfahrwerks sind sie für unebene Strecken und Gelände eher ungeeignet.

Das Elektro Pocket Bike

Hierbei handelt es sich im Prinzip um ein Mini E-Bike, welches mit einer Batterie betrieben wird. Es gibt die Modelle sowohl als Variante für den Asphalt als auch für durchwachsenes Gelände wie Waldwege. Dabei sind Varianten mit 500- bis 1000-Watt-Batterien üblich. Aufgrund des eher schwachen Motors sind die Stücke vor allem für kleinere Kinder geeignet. Für den besonderen Sicherheitsaspekt verfügen sie außerdem über eine Stufendrosslung.

Was sind die Kaufkriterien?

Wer ein Pocket Bike kaufen möchte, kann sowohl im Internet als auch vor Ort fündig werden. Beides hat seine Vor- und Nachteile und während man vor Ort insbesondere in den Genuss einer fachkundigen Beratung kommt, kann man sich online in aller Ruhe umschauen und auf eigene Faust recherchieren. Es können beispielsweise verschiedene Tests herangezogen werden und Testberichte verglichen werden. Auch Käuferrezensionen können das Zünglein an der Waage sein und dabei helfen, das passende Modell zu finden. Doch bevor man sich auf die Suche machen kann, sollten die Grundfakten geklärt werden. Für einen besseren Überblick sorgen die folgenden Kriterien:
  • Variante des Bikes
  • Sitzhöhe
  • Notausschalter bzw. Notausleine
  • Motorbeschaffenheit

Variante des Bikes

Ob Pocket Bike, Dirt Bike oder eine andere zweirädrige Variante – auf den Miniaturmotorrädern muss der Nachwuchs seine Balance gut halten können. Hinzu kommen hohe Geschwindigkeiten sowie bei einigen Versionen die Kupplung. Im Gegensatz dazu ist ein Kinderquad um einiges einfacher zu handhaben. Aufgrund der vier Räder ist es bedeutend einfacher zu fahren und gerade am Anfang eine gute Alternative, wenn man dem Nachwichs die höhere Geschwindigkeit näherbringen möchte.  Doch auch der Wurf ins kalte Wasser mit Einstieg durch ein zweirädriges Gefährt ist möglich.

Sitzhöhe

Für Kinder ist die Sitzhöhe in der Regel genau richtig. Schließlich sind die Minibikes genau für sie konzipiert. Als Erwachsener ist es zwar bis zu einer Körpergröße von 1,80 m ebenfalls möglich, ein paar Runden zu drehen, jedoch sind die Bikes in diesem Fall nicht besonders bequem. Eine bessere Alternative sind dann beispielsweise Pitbikes.

Notausschalter bzw. Notausleine

Gerade zu Beginn, wenn der Nachwuchs noch etwas unsicher ist, sollte man im Notfall schnell Hilfe leisten können. Um einzugreifen und jegliche Aktivität schnellstmöglich zu unterbrechen, können Notausleinen oder Notschalter hilfreich sein. Diese ermöglichen das indirekte Eingreifen ins Geschehen. Die Leinen sind bereits aus dem Kinderquad oder dem Bootsbereich bekannt und unterbrechen das Fahren, sobald sie betätigt werden. Die Leine wird dabei am Kind befestigt. Wenn dieses absteigt oder vom Fahrzeug fällt, stoppt der Motor sofort. Der Schalter auf der anderen Seite sitzt gut erreichbar am Lenker. Einige Pocket Bikes sind zudem via Fernbedienung steuerbar.

Motorbeschaffenheit

Während sich erfahrene Biker eher für Benziner entscheiden würden, bietet sich für Kinder auch die Elektroversion an. Optisch unterscheiden sich die beiden Varianten kaum voneinander. Lediglich Start und Antrieb erfolgen über den Elektromotor. Allerdings sind Elektrozweiräder häufig langsamer als die Benziner. Daher eignen sie sich insbesondere für Anfänger. Tipp: Wer eine besondere Herausforderung sucht, kann ein Pit- oder Cross Bike mit Rennkupplung wählen. Diese springt abrupt an und setzt die „Kommandos“ ohne Verzögerung um. Für Ungeübte ist die Variante allerdings weniger geeignet.

Welches Zubehör gibt es?

Auch wenn ein Pocket Bike deutlich kleiner als ein Motorrad ist, bleibt eine Verletzungsgefahr nicht aus. Daher sollte an einer Schutzausrüstung nicht gespart werden. Die Schutzkleidung schmälert den Fahrspaß nicht, dafür verringert sich das Verletzungsrisiko enorm. Zur passenden Schutzausrüstung gehören:
  • Helm mit schließbarem Visier, beispielsweise Motorradhelm
  • Festes Schuhwerk
  • Rutschfeste Handschuhe
  • Motorradhose und –Jacke, die mit Ellenbogen- und Knieprotektoren ausgestattet sind
Eine weitere Empfehlung ist ein Motorrad-Headset, welches das Kind mit seiner Aufsichtsperson verbindet. Durch Funk steht damit eine ständige Verbindung zur Verfügung. Günstige Einsteigermodelle gibt es bereits für unter 100 Euro.

Wie werden Pocket Bikes gepflegt?

Die richtige Pflege ist wichtig, um die Leistungskraft und Langlebigkeit des Fahrzeugs zu erhalten. Besonders sollte dabei der Vergaser gepflegt werden, welcher dem Motor Benzin und Öl zuführt. Daher sollte er regelmäßig gereinigt und nach jeder Fahrt genau überprüft werden. Auch der Antriebskette schadet eine regelmäßige Säuberung nicht. Als Teil des Motors sollte sie regelmäßig geölt werden, damit sie geschmeidig bleibt und nicht rostet oder spröde wird. Das Fahrwerk wird darüber hinaus mit einem passenden Reiniger gepflegt, die Scheibenbremsen außerdem mit Bremsreiniger. Hin und wieder empfiehlt es sich außerdem, die Bremsen mit Schrauben wieder exakt einzustellen. Falls sie beim Fahren und Bremsen Geräusche verursachen, müssen sie außerdem möglicherweise erneuert werden. Nur dadurch sind auch weiterhin gute Leistungen gewährleistet.

Wo darf ein Pocket Bike gefahren werden?

Die womöglich wichtigste Frage haben wir uns für den Schluss aufgehoben: Wo darf das Minibike eigentlich bewegt werden? Eine Zulassung für den Straßenverkehr haben die motorisierten Zweiräder nicht und daher auch keinen Versicherungsschutz. Dies liegt beispielsweise daran, dass Pocket- sowie Dirtbikes und andere Varianten über kein Licht verfügen, welches jedoch für die Zulassung einer Fahrerlaubnis des Straßenverkehrs erforderlich ist. Daher ist der öffentliche Verkehrsraum tabu – dies schließt alle öffentlichen Plätze wie auch öffentliche Wege mit ein. Dazu zählen auch Feldwege, die von einer öffentlichen Straße zugänglich sind sowie öffentliche Parkplätze und Radwege. Wer keinen Ärger mit der Polizei oder anderen öffentlichen Behörden bekommen möchte, sollte sich unbedingt an die Vorgaben halten. Gerade mit einem Dirt Bike oder Cross Pocket Bike macht das Fahren auf der Straße sowieso keinen Spaß. Wer jedoch auf Waldwegen eine Runde drehen möchte, sollte das zuvor unbedingt mit dem Besitzer absprechen, falls kein eigenes Stück Wald zur Verfügung steht. Für ein Pocket oder Renn Pocket Bike eignen sich beispielsweise Kartbahnen. In dieser Umgebung sind gerade die Rennvarianten hervorragend aufgehoben. Allerdings sollte man sich auch hier im Vorfeld erkundigen, ob es möglich ist, einige Runden mit dem Pocket Bike zu drehen. Noch mehr Spaß bringen Rennstrecken im Freien, die meistens größer und breiter sind. Außerdem ist die Auslauffläche seitlich der Strecke häufig weitreichender als Indoor, was das Fahren insgesamt ungefährlicher macht. Steht hingegen großes Privatgelände zur Verfügung, so ist dieses die beste Möglichkeit, einige Runden mit dem Miniaturmotorrad zu drehen. Landwirte verfügen beispielsweise häufig über großes Gelände, über das sich insbesondere Crossbikefahrer freuen. Mit Pocket Bikes lassen sich beispielsweise auf abgesperrten Privatgrundstücken einige Runden drehen. Durch eine heruntergelassene Schranke können die Flächen beispielsweise der Öffentlichkeit unzugänglich gemacht werden.

Zusammenfassung

Pocket Bikes können als kleine Geschwister der Motorräder betrachtet werden, da sie ihnen optisch stark ähneln. Im Gegensatz zu ihren Vorbildern werden Pocket Bikes vor allem für Kinder und Jugendliche hergestellt, die damit auf ebenen Untergründen ihre Runden ziehen können. Die meisten Modelle verfügen dabei über einen Zweitaktmotor, der mit einer Benzin-Ölmischung betrieben wird. Es gibt einige Varianten der Pocket Bikes, die beispielsweise für durchwachsenes Terrain geeignet sind. Dazu zählen Dirt Bikes sowie Cross Pocket Bikes. Da die Fahrzeuge jedoch aufgrund fehlenden Versicherungsschutzes keine Fahrerlaubnis im öffentlichen Straßenverkehr haben, können sie nur auf Privatgrundstücken bewegt werden. Wer hingegen auf öffentlichem Grund entdeckt wird, macht sich strafbar.