OLED-TV im Vergleich

OLED-TV Test 2020: Die besten OLED-TV im Vergleich

OLED-Fernseher arbeiten mit selbstleuchtenden organischen Dioden und sind daher extrem farben- und kontraststark, bieten ein perfektes Schwarz. Die neue Technik hat sich in den letzten Jahren in Sachen Langlebigkeit und sinkende Preise entscheidend verbessert. LG ist Vorreiter im Bereich von OLED-TVs, andere Hersteller beziehen ihre OLED-Panels von diesem Unternehmen. Es ist das Neueste, was auf dem Fernsehmarkt ist: die OLED-Technik. Cineasten und Technikbegeisterte haben längst einen OLED-Fernseher im heimischen Wohnzimmer stehen oder hängen ungeachtet der noch sehr hohen Preise. Farben- und kontraststark, mit perfektem Schwarz und besonders großen Bildschirmdiagonalen – das sind nur einige Vorteile der OLED-Technologie. Sie spielen auch mit dem Gedanken, sich einen OLED-TV zuzulegen? Dann haben wir in den folgenden Zeilen Tipps, worauf Sie beim Kauf achten sollten und welche Eigenschaften die Modelle zu Testsiegern oder Spitzenreiter in der Bestenliste von Produktvergleichen machen.
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Preis

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Organische Leuchtdioden sind das Geheimnis: Das ist ein OLED-TV

Smartphones, Tablet und Notebook haben diese Technologie schon längst integriert: OLED. Die Abkürzung steht dabei für organische Leuchtdioden, die aus Kohlenstoffverbindungen bestehen: „Organic Light Emitting Diode“. Diese Leuchtdioden lassen sich einerseits kleiner herstellen als herkömmliche LEDs. Zudem leuchtet bei der OLED-Technik jeder einzelne Bildpunkt von sich aus, während bei den herkömmlichen LEDs aus Flüssigkristallen eine Hintergrundbeleuchtung notwendig ist. OLED braucht daher keine zusätzliche Lichtquelle, wie es bei LCD-Panels der Fall ist. Das macht optimale Bildkontraste und eine bestmögliche Darstellung von hellen und dunklen Bereichen möglich. Es war nur eine Frage der Zeit, dass auch selbstleuchtende Bildschirme im TV-Bereich auf den Markt kommen. Perfekter Schwarzwert, eine enorm hohe Pixeldichte, optimale Farbwiedergabe, satte Kontrastwerte und Pluspunkte beim Stromverbrauch bringen die OLED-TVs mit sich. Zudem ist die OLED-Technik blickwinkelstabil – auch wenn der Zuschauer von der Seite auf den Bildschirm schaut, geht nichts in Sachen Bildqualität verloren.
Jedoch hat die Technik auch Nachteile. Vor allem wenn Sonnenlicht oder andere starke Umgebungsbeleuchtung in das Zimmer des OLED-TVs einströmt, ist die Wiedergabe nicht optimal. Denn OLEDs sind in der Regel dunkler als die nicht selbstleuchtenden LEDs. Auch bei hellen Elementen wie beispielsweise in sogenannten HDR-Bildern sind den OLEDs Grenzen gesetzt. Denn bei „High dynamic range“ braucht es leuchtstarke Displays, um die Farbtöne und Kontrastwerte der HDR-Technologie auch zum Ausdruck zu bringen. Da stehen OLED-TVs der LED-Technik etwas nach. Ein weiterer Nachteil gegenüber anderer Bildschirmtechnik gibt es zusätzlich bei OLED-TVs: Standbilder, die sich ins Display einbrennen können. Hier versuchen die Hersteller mit Bildschirmschoner oder Verfahren wie beispielsweise „Pixel Shift“, Pixel Orbiter“ oder „Screen Shift“ den unschönen Effekt zu verhindern. Zudem ist die Technik noch sehr neu auf dem Markt, dass die entsprechenden Geräte immer noch ziemlich teuer sind, auch wenn der Verbraucher keine Unsummen mehr hinlegen muss. Solch eine Anschaffung sollte jedoch gut überlegt sein.

Vorteile

  • perfektes Schwarz
  • hohe Pixeldichte
  • Blickwinkelstabilität
  • optimale Farbwiedergabe
  • hohe Kontrastwerte
  • gering im Stromverbrauch
  • extrem dünn Gehäusetiefe

Nachteile

  • maximale Helligkeit ist begrenzt
  • nicht für lichtdurchflutete Umgebungen geeignet
  • Schwäche bei HDR-Bildern
  • teuer in der Anschaffung
  • nicht in allen Bilddiagonalen erhältlich
  • Standbilder können sich im Display einbrennen

Nicht zu verwechseln: OLED-Technik versus QLED-Technologie

Die OLED-Technik sollte nicht mit der QLED-Technik verwechselt werden. Die Schreibweise ähnelt sich stark, doch dahinter verbergen sich unterschiedliche Bildschirmtechniken. QLED-Bildschirme sind eng mit dem Hersteller Samsung verknüpft, während bei der OLED-Technik LG federführend ist. Bei QLED ist das Herz der Technik ebenso ein LED-Bildschirm, bei dem die Dioden jedoch ebenfalls eine Hintergrundbeleuchtung brauchen. Die Weiterentwicklung bei der QLED-Technik bezieht sich auf dieses Backlight. Das Licht wird auf sogenannte „Quantum Dots“ geführt, die wiederum mit eigener Lichtstrahlung reagieren. Dadurch wird ein besonders kräftiges und farbenreiches Backlight erzeugt. QLED-Fernseher sind besonders stark in der Farbdarstellung und bei den Kontrastwerten. Vor allem in Sachen Leuchtkraft haben QLED-TVs dem OLED-Modellen gegenüber die Nase vorn. Vergleich der verschiedenen Technologien:
OLEDQLED
KontrastSehr gut, beste Kontrastwerte auf dem MarktGut bis sehr gut, bei hoher Umgebungshelligkeit stärker als bei OLED
SchwarzwertSehr gut, MarktführerGut bis sehr gut
Natürliche FarbwiedergabeSehr gutSehr gut
FarbraumExtrem großer FarbraumSehr gut, großes Farbspektrum
HelligkeitGut bis sehr gutSehr gut – analog zu LCDs
EinbrennungsgefahrGut, im Gegensatz zu den Anfängen fortgeschrittenSehr gut – keine Gefahr vorhanden
Fazit: BildqualitätMaximale Ansprüche in dunklen UmgebungenAlleskönner auch in hellen Räumen
LebensdauerBefriedigend bis gutSehr gut
GehäusetiefeLeichter und dünner als LCDs und QLEDsDicker als OLEDs
PreisGut – in letzten Jahren immer günstiger gewordenGut – Aufpreis gegenüber LCDs
Geignet fürFilmenthusiasten in dunklen Räumen, Gamer aufgrund der schnellen ReaktionszeitAnwender, die ein Multitalent suchen
Paar sitzt auf der Couch und schaut fernseh

Die Lebensdauer eines OLED-TVs

Da ein OLED-Fernseher nicht gerade billig ist, fragt sich so mancher Verbraucher vor dem Kauf, wie lange solch ein Gerät seinen Dienst tut. Um hier verlässliche Antworten zu geben, fehlt einfach die Praxiserfahrung. In den ersten Jahren der OLED-Technik gab es vor allem bei der Haltbarkeit und Lebensdauer große Probleme – nur rund 20.000 Stunden sollte ein OLED-TV durchhalten – im Gegensatz zu Fernseher mit LCDs, die eine Lebensdauer von rund 70.000 Betriebsstunden bieten. Die meisten Probleme gab es mit einer ungleichmäßigen Farbdarstellung, da die verschiedenen Farbtöne der OLEDs unterschiedlich schnell altern. Doch in den letzten Jahren wurde das Problem immer mehr reduziert. Hersteller versprechen heute eine Lebensdauer ab 30.000 Betriebsstunden. Der Marktführer und Patentinhaber LG verspricht inzwischen sogar eine Lebensdauer von 100.000 Betriebsstunden – das wären rund 25 Jahre, wenn der TV täglich drei Stunden benutzt ist. Diese Angabe bezieht sich jedoch darauf, bis der Bildschirm nur noch die halbe Leuchtkraft bietet. Sie kann sich jedoch mit dem höchsten Level von LCD-Geräten messen. Verlässlichere und fundierte Angaben über die Lebensdauer eines OLED-TVs wird es wohl erst in den nächsten Jahren geben. Jedoch bezweifeln Kritiker, dass die OLED-Technik der langen Haltbarkeit der LED-Technik nachteilig gegenüber steht.

So entstand die neue Technik: Die Geschichte der OLEDs

Die erste Erwähnung über selbst leuchtende Materialien gab es bereits im Jahr 1953. Doch die erste Entwicklung von Leuchtdioden aus organischen Schichten gelang erst im Jahr 1987 den Forschern Chin Tang und Van Slyke in der Forschungsabteilung von Kodak. 1988 wurde das erste vollfarbige Display präsentiert. Im Jahr 1990 gelang es, Polymermaterialien zum Leuchten zu bringen, was die heutige Produktion von Leuchtschichten ermöglichte.

Welche Arten von OLED-TVs gibt es?

Neben dem herkömmlichen OLED-TV gibt es auch noch einige Sondermodelle, die weitere Technik integrieren. Dazu gehören unter anderem:
  • Curved-TVs
  • 3D-Technik
  • OLED mit 4K
Vor einigen Jahren kamen die ersten sogenannten Curved-Fernseher auf den Markt. Diese weisen gegenüber herkömmlichen TVs eine leichte Bildkrümmung auf. Diese sorgt dafür, dass das Bild erheblich größer wirkt, da jeder Augenwinkel abgedeckt ist. Vor allem in Verbindung mit der OLED-Technologie bieten sie ein optimales Bild, da sich hier die positiven Effekte gegenseitig verstärken. Jedoch haben diese Kombinationen auch einige Nachteile. Während bei der OLED-Technik die Blickwinkelstabilität sehr gut ist, fällt dieser Vorteil in der curved-Variante weg. Der Zuschauer muss direkt mittig zum Bildschirm sitzen, um keine Einschränkungen in Kauf nehmen zu müssen. Zudem ist der optimale Bildschirmabstand bei solchen Modellen besonders wichtig. Bei einem Curved-TV mit OLED-Technik sollte der Zuschauer nicht weiter als die doppelte Bildschirmdiagonale vom TV entfernt sitzen. Das kann Nachteile für die Augen haben.

Info: Bei herkömmlichen TVs beträgt der optimale Sitzabstand normalerweise den zwei- bis dreifachen Wert der Bildbereiche. Bei einem 40-Zoll-Fernseher liegt dieser zwischen zwei bis drei Metern, bei 55-Zoll bereits zwischen 2,80 und vier Meter.
Auch die 3D-Technik hält im Heimkino längst Einzug und ist nicht mehr dem Kinoerlebnis im großen Saal vorbehalten. Bei 3D-Bildern hat der Zuschauer das Gefühl, dass das Bild aus dem Fernseher selbst heraus in den Raum kommt. Dies wird mit zwei unterschiedlichen Techniken erreicht. Bei der Schuttertechnik braucht es spezielle Brillen, die das Bild abwechselnd abdunkeln. Gleichzeitig erzeugt der Bildschirm zwei Bilder abwechselnd, also die doppelte Menge. Bei der Polarisationstechnik kommt ein spezieller Pol-Filter zum Einsatz, der das stereoskopische 3D-Bild erzeugt. Dieser Filter ist sowohl im Bildschirm als auch in der 3D-Brille verbaut und sorgt dafür, dass das Bild in entgegengesetzt polarisiertem Licht ausgesendet wird. Diese Technik ist meist teurer als die Shuttertechnik. In Verbindung mit der OLED-Technologie gibt es aber auch hier Nachteile. Der 3D-Effekt ist ebenfalls nur innerhalb eines sehr begrenzten Blickwinkels wahrzunehmen. Zudem gibt es kaum Fernsehanstalten, die 3D-Inhalte bereitstellen. Daher ist der Absatz von OLED-TVs mit 3D-Technik weit hinter den ursprünglichen Erwartungen geblieben.
Auch die 4K-Auflösung (oft auch UHD genannt), die viermal höher ist als bei herkömmlichen HD-Modellen, gibt es mit der OLED-Technik kombiniert auf dem Markt. Denn die Eigenschaften der organischen LEDs sind hervorragend dafür geeignet. So hatten schon die ersten OLED-TVs eine Auflösung von 3840 x 2180 Pixeln. Dies fand vor allem in der Spiele-Industrie Anklang, die schnell Produkte mit entsprechender Auflösung anboten. Blu-Rays folgten. Fernsehinhalte mit dieser Auflösung sind heute jedoch immer noch so gut wie nicht geboten.
Ein Fernseher wird im Wohnzimmer längst nicht mehr nur für das gute alte Fernsehen genutzt. Heimkinoanlage, Internetsurfen und Spielefans brauchen ebenso einen starken Bildschirm. Die OLED-Technik ist dabei prädestiniert für den klassischen Heimkinoanwender. Bei geringem Lichteinfall werden die Blockbuster mit dem besten Schwarzwert und großer Natürlichkeit dargestellt. Ideal ist ein OLED-TV daher für Anwender, die gerne Serien- und Filmabende genießen. Aber auch für anspruchsvolle Gamer ist die OLED-Technik besonders gut geeignet. Die Geräte bieten eine besonders kurze Reaktionszeit und eine perfekte Bewegungsschärfe, was das Gaming mit diesen Bildschirmen optimal macht. Zahlreiche OLED-TVs bieten sogar einen speziellen Modus für Gamer. Sportfans können ebenso bedenkenlos zu einem OLED-TV greifen. Denn die schnelle Reaktions- und Umschaltzeit der einzelnen Pixel macht das Fernsehvergnügen bei Sportveranstaltungen besonders gut. Aber auch der sogenannte „Nebenbeizuschauer“, der während des Kochens, Putzens oder Aufräumens schauen will, ist mit einem OLED-TV gut beraten: Denn Schwankungen bei Helligkeit und Farbe gibt es selbst bei einem starken seitlichen Blickwinkel nicht.

Die wichtigsten Kaufkriterien

Wer mit dem Gedanken spielt, sich einen OLED-TV zuzulegen, sollte bei der Auswahl auf einige Ausstattungsmerkmale achten. Diese werden in Testberichten herangezogen. Die Modelle mit dem besten Abschneiden werden als Testsieger auf der Bestenliste gekürt. Folgende Kaufkriterien sind wichtig:
  • Bildschirmdiagonale und Auflösung
  • Helligkeit
  • Prozessoren
  • Anschlüsse
  • Tuner
  • Soundsystem
  • Zubehör
Paar beim Kauf eines neuen Fernsehers
Gegenüber anderen Bildschirmen sind OLED-TVs vorwiegend in besonders großen Größen erhältlich. Denn der qualitative Vorteil der selbstleuchtenden Dioden kommt bei kleinen Panels kaum zur Geltung. Damit diese ausgenutzt werden kann, sind OLED-TVs selten unter 50 Zoll erhältlich. Die gängigen Größen liegen aktuell bei 55 Zoll (139,7 Zentimeter), 65 Zoll (165,1 Zentimeter) und 77 Zoll (195,58 Zentimeter). Zukünftig sollen jedoch auch Modelle mit 48 Zoll (121,92 Zentimeter) auf den Markt kommen. Dementsprechend sollte auch die Auflösung hoch sein. Modelle ab 65 Zoll sollten mindestens eine Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln bieten. Denn schon bei der Full-HD-Auflösung (1920 x 1080) werden die Pixel bereits sichtbar. Die meisten OLED-TVs bieten jedoch auch schon 4K.
Die Schwachstelle der OLED-Technik ist die maximale Helligkeit. Vor allem in Räumen mit viel Sonneneinstrahlung oder anderer Umgebungsbeleuchtung können sie hier schlecht abschneiden. Achten Sie daher darauf, dass die maximale Helligkeit des anvisierten Modells einen hohen Wert aufweist. Frühere Geräte erreichten hier oft nur 500 Nit. Neuere Geräte können aber schon mit einer maximalen Helligkeit von 1000 Nit punkten. Das reicht aus, um HDR-Inhalte der gängigen Standards Dolby Vision, HDR-10 und HLG gut wiederzugeben.

Hinweis: Displays mit LCDs sind in Sachen Helligkeit der OLED-Technik immer noch voraus. Die QLED-Technik kann hier Werte von bis zu 4000 Nit erreichen.           
Bei der bestmöglichen Bildqualität braucht auch leistungsstarke Hard- und Software, um die Pluspunkte der OLED-Technik nutzen zu können. Daher sollte bei der Auswahl des Modells auf den verbauten Prozessor geachtet werden. Wer den Bildschirm nicht nur für das Fernsehen, sondern auch für die Nutzung von Apps und Co nutzen will, sollte besonders auf einen Prozessor mit schneller Reaktionszeit achten. Denn ist dieser nicht leistungsstark, könnten manche Apps nicht funktionieren oder hängen.
Um die volle Qualität eines OLED-TVs ausschöpfen zu können, braucht das Gerät auch alle wichtigen Anschlüsse. Nur dann lassen sich auch Konsolen, Blu-ray-Player und Soundsysteme anschließen. Federführend ist bei der Bild- und Tonübertragung die HDMI-Schnittstelle. Damit wurden erstmals beide Signale in einem Kabel übertragen. Ein guter OLED-TV sollte mindestens drei Anschlüsse für verschiedene Endgeräte in der 2.0-Version bieten. Denn nur die 2.0-Version überträgt 4K-Inhalte mit 60 Bildern pro Sekunden. Um 3D-Ton zu übertragen, braucht es einen weiteren Audiorückkanal im HDMI-Kabel, den sogenannten eARC-Kanal. eARC steht dabei für „enhanced Audio Return Channel“. Wer zusätzliche Soundsysteme anschließen will, sollte auch auf Tonanschlüsse achten. Klinken-Anschlüsse übertragen das Soundsignal analog, Coax und optische Ports ermöglichen die Verbindung mit digitalen Signalen. Vor allem einen optischen Ausgang sollte ein guter OLED-TV besitzen.

USB-Ports sind wichtig, um externe Speichermedien anzuschließen und dessen Inhalte auf dem OLED-TV wiederzugeben. Auch die neueste Software kann über eine USB-Schnittstelle übertragen werden. Ist eine Aufnahmefunktion im TV integriert („pvr ready“), braucht es ebenfalls eine USB-Verbindung, um diese auf Stick oder Platte zu speichern. Bluetooth und WLAN/Ethernet dürfen ebenso bei einem hervorragenden OLED-Fernseher nicht fehlen. Über Bluetooth lassen sich beispielsweise das Handy, aber auch externe Tastaturen und Mäuse anschließen. Der Internetanschluss ermöglicht, auch Inhalte aus dem Web zu genießen. Video-on-Demand oder Musik aus der Cloud lassen sich so auf das Fernsehgerät bringen. Neben der kabellosen Variante steht mit der Ethernet-Schnittstelle eine kabelgebundene Verbindung zur Auswahl.
Ein moderner OLED-TV ist normalerweise für alle Empfangsarten gerüstet. Ist der entsprechende Tuner im OLED-TV integriert, braucht es kein weiteres Zusatzgerät, um Satelliten- oder Kabelfernsehen zu empfangen. Der Tuner ist ein integrierter Receiver im TV. Gängige Varianten verarbeiten die Empfangsarten DVB-C (Kabel), DVB-S (Satellit) und DVB-T (terrestrisch). In modernen Geräten sind Tuner verbaut, die alle drei Empfangsarten entschlüsseln können. Soll mit dm OLED-TV auch Bezahlanbieter wie Sky oder HD+ empfangen werden, braucht es hier eine extra Schlüsselkarte. Hier sollte darauf geachtet werden, dass ein CI-Schacht vorhanden ist, um diese SmartCard direkt im Fernsehgerät entschlüsseln lassen zu können. Ansonsten wird ein weiteres Zusatzgerät notwendig, dass ebenso wieder ein Entgelt bedeutet.
Augenmerk sollte nicht nur auf die Bildqualität gelegt werden. Denn das noch so schöne Bild nützt nichts, wenn der Sound blechern oder dumpf klingt. Daher sollte bei der Auswahl eines OLED-TVs auch auf das integrierte Soundsystem geachtet werden. Diese Modelle sind oft besonders flach, dadurch fehlt hier ein Resonanzkörper, der eine gute Tonqualität erst ermöglicht. Viele Hersteller setzen daher auf integrierte Soundbars, die jedoch den Preis des Gerätes in die Höhe treiben. Die Soundbar ist meist direkt unter dem Panel verbaut. Ist keine Soundbar vorhanden, entscheidet sich der Nutzer im Nachhinein nicht selten, diese extern anzuschließen. Ist das Fernsehgerät an der Rückseite trotz OLED-Technik etwas dicker, lässt das darauf schließen, dass hier ein Subwoofer verbaut ist. Auch dieser ist für einen guten Sound wichtig. Der Subwoofer lässt mit zwei Lautsprechern ein sogenannten 2.1-System entstehen. Fehlt der Subwoofer, ist in den Herstellerangaben nur die Rede von einem 2.0-System. Fans von Elektronikmusik sollten sogar zwei Subwoofer bevorzugen. Zwei Lautsprecher und Subwoofer im OLED-TV ermöglichen Stereo-Sound. Wer jedoch Fan des Surroundsounds ist, sollte eine externe Anlage anschließen, die mindestens zwei Front-, zwei Rear- und einen Center-Speaker sowie einen Subwoofer besitzt. Neueste Modelle von OLED-TVs bieten jedoch auch schon den Dolby Atmos Sound integriert, der sich auf die externe Soundbar bringen lässt.
Eine Fernbedienung gehört inzwischen zum Lieferstandard bei jedem Fernsehgerät. Doch viele Hersteller bieten ihre OLED-TVs mit zahlreichen, weiterem Zubehör an. Dazu gehört unter anderem eine Wandhalterung. Denn die OLED-Fernseher sind besonders leicht und können daher gut an die Wand angebracht werden. Die Geräte können jedoch auch klassisch mit einem Standfuß auf Fernsehtisch und Co aufgestellt werden. Aber auch Senderpakete sind nicht selten im Angebot eines OLED-TVs integriert, um die Qualität der Technik auch mit passenden Inhalten voll ausschöpfen zu können. Grundig kooperiert beispielsweise mit Amazon – im OLED-Fernseher ist Amazon Fire TV daher integriert.

Weitere Ausstattungsmerkmale der OLED-TVs

Neben den oben stehenden Kriterien gibt es noch weitere Punkte, auf die bei der Auswahl des richtigen OLED-TVs geachtet werden sollte. Dazu zählen unter anderem:
  • Feature und Funktionen
  • Stromverbrauch
  • Qualität und Verarbeitung
  • Preisleistungsverhältnis
Die meisten OLED-TVs sind bereits sogenannte SmartTVs, bei denen zahlreiche Apps integriert sind. Auch zahlreiche Feature werden von den Herstellern geboten, um die besten Bild- und Tonqualität zu ermöglichen. Zu den Funktionen für die Bildverbesserung gehören unter anderem: unterschiedliche Bildmodi, 4K Cinema HDR, HDR Dynamic, Tone Mapping Pro, 4K Upscaling, AI Picture, AI Brightness,  Illuminance Green Sensor, Frequency-based Sharpness Enhancer, Ultra Luminance Pro, Object Depth Enhancer und True Color Accuracy Pro. Bei Soundfeatures stehen beispielsweise AI Sound, Clear Voice III, OLED Surround, Dolby Atmos, und aptX-Unterstützung zur Verfügung.

Tipp: OLED eignet sich hervorragend, um schlechtes Quellmaterial zu entdecken. Denn SD-Material kann mit der OLED-Technik durchaus schlechter aussehen als bei anderen Fernsehern. Wer daher viel altes Material schauen möchte, sollte daher unbedingt auf die Leistung der integrierten Upscaling-Chips achten.

Automatische Senderprogrammierung, die sich den Fernsehkonsum merkt, der elektronische Programmführer, verschiedene Sprachen im Sprachmenü oder sogar Aufnahmefunktion sind weitere Feature, die ein OLED-TV bieten kann. So manches Gerät hat auch die Bild-in-Bild-Funktion, die es ermöglicht, einen Sender weiter zuschauen, während in einem anderen Bildbereich kurz auf einen anderen Sender umgeschaltet wird.
OLED-TVs verbrauchen von Natur aus weniger Strom als LCDs. Daher weisen die meisten OLED-Fernseher die Energieeffizienzklasse A auf. Während bei LCD-Geräte der tatsächliche Stromverbrauch von der eingestellten Hintergrundbeleuchtung abhängig ist, verändert er sich bei der OLED-Technik mit den dargestellten Bildinhalten. Ein düsterer Film verbraucht hier beispielsweise deutlich weniger Strom als das farbenfrohe Sportereignis.
Vor allem beim Gehäuse sollte auf eine gute Verarbeitung geachtet werden. Die meisten Geräte sind in edle und robuste Materialien gehalten. Achten Sie auf ein geringes Spaltmaß. Die Lebensdauer eines OLED-TVs hängt maßgeblich von der Verarbeitung ab und wird in vielen Test ebenso unter die Lupe genommen.
Zahlreiche Vergleiche betrachten auch das Preisleistungsverhältnis der verschiedenen Modelle. Hier sollten Leistung und vorbestimmter Preis übereinstimmen. Als Vergleich werden oft Geräte mit ähnlicher Ausstattung herangezogen. Schnäppchen werden hier eher weniger berücksichtigt.

Preise: So viel kostet ein OLED-TV

In den vergangenen zwei Jahren hat sich viel beim Preis der OLED-TVs getan. Waren sie anfangs noch der Luxusklasse zuzuordnen, gibt es inzwischen deutlich erschwinglichere Modelle. Der Preis hängt jedoch von Größe, Ausstattung und anderen Merkmalen ab. Günstige OLED-TVs mit 55 Zoll sind bereits ab rund 1.000 Euro auf dem Markt. Die meiste Auswahl gibt es jedoch für OLED-TV in der Preisklasse zwischen 1.000 und 3.000 Euro, bei denen die Bildschirmdiagonale entweder 55 oder 65 Zoll beträgt. Wer ein Modell mit einer Bildschirmdiagonale von 72 Zoll anvisiert, sollte jedoch eine Investition von mindestens 4.000 bis hin zu fast 9.000 Euro einplanen.

Die beliebtesten Hersteller von OLED-TVs

Die OLED-Fernseher wurde lange Zeit nur vom Hersteller LG angeboten. Die Koreaner gelten als technische Vorreiter in diesem Bereich. Inzwischen verkauft das Unternehmen auch Bildschirme an andere Hersteller, sodass verschiedene Modelle von verschiedenen Herstellern auf dem Markt angeboten sind. Doch der Ursprung der OLED-Geräte liegt nach wie vor bei LG.

Der Verbraucher kann auf dem Markt zwischen folgenden Geräteherstellern wählen:
  • LG
  • Sony
  • Panasonic
  • Samsung
  • Philips
  • Toshiba
  • Grundig
  • Hisense
Mann steht neben einem großen OLED Fernseher

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Wie bereits erwähnt ist dieser Hersteller der Einzige mit einer eigenen OLED-Panel-Produktion. Das Unternehmen wurde 1958 an seinem Stammsitz Seoul in Korea gegründet. Allgemein ist es eine bedeutende Größe in der Unterhaltungselektronik und wird meist nur von Samsung übertroffen. LG steht für Produkt mit hoher Qualität und fairer Preisgestaltung. Der Erfolg in der OLED-Technik gelang LG im Jahr 2010 als der erste 15-Zoll-OLED-Fernseher der Firma auf dem Markt kam. Im Jahr 2012 folgte das erste 55-Zoll-Modell. Und nachdem andere Hersteller der OLED-Produktion den Rücken zukehrten, gelang es LG im Jahr 2013 die Marktführerschaft in diesem Bereich. Das Unternehmen investierte kontinuierlich in die Technologie. Seit 2017 bestellen andere Hersteller die OLED-Panels bei LG. Aktuell hat LG mehrere Serien auf dem Markt, darunter unter anderem die Serien W9, C9 und E9. Bildqualitäten bis zum besonders scharfen 8K sind hier keine Zukunftsmusik mehr.
Das Unternehmen wurde bereits im Jahr 1946 gegründet und zählt heute ebenso zu den größten Herstellern im Home-Entertainment-Bereich. Seinen Durchbruch hatte Sony in den Achtzigerjahren mit dem Walkman. Zum heutigen Portfolio gehören neben Fernsehern auch Player, Konsolen und Audiogeräte. Sony steht für hervorragende Qualität, moderne Technologien und ganz neu für das High-End-Segment. Die koreanische Konkurrenz im TV-Bereich zwang den Konzern zu einer neuen Ausrichtung: Der TV-Markt wurde ausgedünnt, die Produktion auf Geräte im High-End-Bereich spezialisiert. Der Sony Smart TV wird mit Android als Betriebssystem angeboten, was jedoch im Bereich der OLED-Technik sehr komplex sein kann.
Das Unternehmen wurde im Jahr 1918 gegründet und musste mehrfach in seiner Unternehmensgeschichte mit einem drohenden Konkurs kämpfen, zerschlug sich in mehrere Marken, bevor alles wieder unter einem Dach zusammen kam. Zum Angebot zählen Fernseher, Smartphones, Digitalkameras und CD-Player. Auch OLED-Fernseher werden von Panasonic inzwischen angeboten – auch in 4K-Auflösung mit zahlreichen zusätzlichen Panasonic-Features. Die Panels für die Panasonic-OLED-TVs werden bei LG nach besonderen Vorgaben gefertigt. Aktuell ist die Reihe GZW bei Panasonic erhältlich. Alle Modelle unterstützen HDR10+ und Dolby Vision.
Das 1938 gegründete Unternehmen gehört ebenfalls der Elite im Bereich Elektronik an. Einen Namen es hat sich vor allem mit seinen Smartphones gemacht, wovon die Galaxy-Reihe eine gute Alternative im Maßstab zum iPhone zählt. Das Unternehmen steht für preisgünstige Produkte, einfache Bedienung, ebenso wie für High-End-Geräte. Samsung steht auch für Modelle mit besonders überzeugendem Design. Lange hielt Samsung generell Abstand von der OLED-Technologie und konzentriert sich eher auf die QLED-Technik, die mit enormer Helligkeit und Leuchtstärke punktet. Jedoch steht Samsung in den Punkten nutzbarer Kontrast und Schwarzwert der OLED-Technik hinten nach. Im Oktober 2019 kündigte das Unternehmen daher an, bis zum Jahr 2025 rund 10,9 Milliarden US-Dollar in Quantum-Dots-OLEDs (kurz QD OLED) zu investieren. Ab 2021 soll die neue Technik verfügbar sein.
Die niederländische Firma wurde im Jahr 1891 ursprünglich zur Produktion von Glühlampen gegründet. Doch inzwischen hat es sich zu dem größten europäischen Technikunternehmen gewandelt. Auch OLED-Fernseher gehören zum Portfolio ebenso wie Kopfhörer und Zahnbürsten. Vor rund zehn Jahren wurde die komplette TV-Produktion wegen einer Krise an ein chinesisches Unternehmen verkauft. Die heutigen OLED-Fernseher werden daher nicht mehr selbst von Philips produziert. Dennoch beinhalten die Modelle immer noch zahlreiche Innovationen von Philips, wie beispielsweise Ambilight – damit stellt der Fernseher die angezeigten Bildinhalte automatisch auf das Licht der Umgebung ein.
Die Wurzeln dieses japanischen Unternehmens reichen bis in das Jahr 1875, das vor allem im Bereich von Notebooks und TV-Geräten bekannt ist. Toshiba ist aber auch ein Hersteller von minimalen Chips oder großen Kraftwerksanlagen. In mehr als 30 Forschungseinrichtungen wird bei Toshiba an der zukünftigen Generation von Fernsehern gearbeitet. Auch OLED-TVs werden von Toshiba angeboten, inklusive Internetnutzung, Apps und anderen Programmen. Toshiba steht dabei für eine große Auswahl im mittleren Preissegment.
Hinter diesem Namen steckte einst ein deutsches Unternehmen für Unterhaltungselektronik, das jedoch 2003 Insolvenz anmelden musste. Die Firma ging unter anderem in die Grundig Intermedia und die Grundig Business Systems auf, die beide den Markennamen immer noch nutzen. Auch im Bereich OLED-TV ist die Marke zu finden. Auf dem hart umkämpften Markt werden hier neue Wege und Kooperationen gesucht. So wurde im September 2019 der erste OLED-TV angekündigt, der bereits das Amazon Fire TV integriert anbietet. Elf Modelle sind im Angebot, die Top-Modelle heißen schlicht Grundig OLED – Fire TV Edition.
Dieser Hersteller gehört eigentlich der QLED-Allianz mit Samsung und TCL an. Doch das chinesische Unternehmen hat Ende 2018 angekündigt, weiter in sein OLED-Angebot zu investieren. Im November wurde der erste OLED-TV der „X-Serie“ mit 55 und 65 Zoll angeboten. Auch Hisense bezieht seine OLED-Panels direkt bei LG. Das Unternehmen gilt als Top-Hersteller von 4K-Fernsehern, vor allem in China.
Hinweis: Das Unternehmen LOEWE wurde hier nicht mehr berücksichtigt, denn es ging 2019 in die Insolvenz. Das Unternehmen wird aktuell liquidiert, auch wenn die Marke LOEWE überleben soll.

Zusammenfassung

Ob klassisch auf dem Standfuß oder stylish mit der Wandhalterung aufgehangen – ein OLED-Fernseher ist in jedem Zuhause ein Hingucker. Die selbstleuchtende Technologie ermöglicht besonders flache Bildschirme mit satter Farbdarstellung, kontraststarke Bilder und einem perfekten Schwarz. Große Bildschirmdiagonalen ab 55 Zoll sind hier Standard. Vor allem in dunkler Umgebung spielt die OLED-Technik ihre Pluspunkte hervorragend aus. Die Preise sinken inzwischen, Probleme aus den Anfangstagen wie beispielsweise das Einbrennen von Standbildern im Display werden immer besser behoben und auch die Lebensdauer der OLED-Technik liegt inzwischen deutlich höher. Wer sich einen OLED-TV zulegt, investiert in die Bildtechnik der Zukunft. Denn so mancher Hersteller des Pendants QLED hat inzwischen sogar angekündigt, auch in die OLED-Technologie zu investieren.
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