Xiaomi-Smartwatch im Vergleich

Xiaomi-Smartwatch Test 2020: Die besten Xiaomi-Smartwatch im Vergleich

Kaum ein anderer Hersteller wächst so schnell: Xiaomi wurde erst im Jahr 2010 gegründet – und doch ist das chinesische Unternehmen Xiaomi auf den Markt von smarter Elektronik mehr als erfolgreich unterwegs. Im Jahr 2017 betrat das Unternehmen auch europäischen Boden, seit 2018 ist es ebenso im deutschsprachigen Raum vertreten – erste Shops wurden für 2020 angekündigt. Neben der Markteinführung zahlreicher Smartphones gab es im vergangenen Jahr ein wahres Feuerwerk an neu eingeführten Smartwatches. Doch sind diese Modelle konkurrenzfähig? Welche intelligenten Uhren hat Xiaomi aktuell auf dem Markt? Die folgenden Zeilen geben einen Überblick!
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Xiaomi Mi Band 5 - Smart Fitness Bracelet Black Xiaomi Huami Amazfit Bip Lite Smart Watch international Version Xiaomi Smartwatch Amazfit GTR 47mm/A1902 47 Aluminum Alloy Xiaomi Smartwatch Amazfit bip Lite/A1915 Lite Black Xiaomi Band 4 Global Version Smartwatch, 2,4 cm (0,95 Zoll)
ModellXiaomi Mi Band 5 – Smart Fitness Bracelet BlackXiaomi Huami Amazfit Bip Lite Smart Watch international VersionXiaomi Smartwatch Amazfit GTR 47mm/A1902 47 Aluminum AlloyXiaomi Smartwatch Amazfit bip Lite/A1915 Lite BlackXiaomi Band 4 Global Version Smartwatch, 2,4 cm (0,95 Zoll)
Preis

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Xiaomi: Ein Start-up erobert die Welt

Der Aufstieg der Chinesen scheint kometenhaft! Faire Preise und gute Hardware – dafür steht Xiaomi seit einigen Jahren und seit 2019 auch in Deutschland. Das Unternehmen wurde 2010 gegründet und stellte sein erstes Smartphone 2011 vor. Aus einem kleinem Start-Up ist inzwischen ein Konzern geworden, der in China und Indien zum Marktführer lancierte. Weltweit belegt Xiaomi hinter Samsung, Huawei und Apple inzwischen den vierten Platz der größten Smartphone-Hersteller. Die Produkte gelten als günstiges High-End-Gerät mit einer alternativen Bedienoberfläche. Bei den Fitnesstrackern schaffte es Xiaomi sogar auf den dritten Platz mit seiner Produktreihe „Mi Bands“. Doch nicht nur Smartphones und Fitnessarmbänder gehören zum Portfolio von Xiaomi.
Auch Laptops, Apps, Kopfhörer, TVs und Smart-Home-Produkte kann das chinesische Unternehmen bieten, ebenso wie Taschen, Schuhe und Rasierer. Im Juli 2018 wagte der Konzern den Gang an die Börse von Hongkong. So manches Produkt hat es noch nicht nach Europa geschafft. Doch auch intelligente Geräte im Heimwerker- und Haushaltsbereich gehören ebenfalls zum Angebot von Xiaomi – wie beispielsweise ein Akkuschrauber inklusive USB-Anschluss, eine Tasse, die nicht umfallen kann oder intelligente Mülleimer, die sich von allein öffnen. Seit August 2019 sind zahlreiche Geräte auch offiziell über den deutschen Internetversandhandel erhältlich. Die deutsche Internetpräsenz https://www.mi.com/de ist ebenfalls gestartet und bietet inzwischen Bestellmöglichkeiten. Im Juni 2020 soll der erste Xiaomi-Store in Deutschland eröffnen. Dort werden neben den Handys wohl auch die zahlreichen Smartwatches erhältlich sein – denn in diesem Marktbereich ist das chinesische Unternehmen mit einem wahren Produktfeuerwerk inzwischen auch vertreten. Zum Angebot gehören sowohl eigene Smartwatches als auch Produkte, die in Kooperation mit dem chinesischen Partner Huami entstanden sind.
    Hinweis: Die erfolgreiche Unternehmensgeschichte spiegelt sich auch im Namen wider: Xiaomi bedeutet wortwörtlich übersetzt Hirse und soll für den Anfang eines Unternehmens stehen, das die Details im Blickfeld hat. In einer buddhistischen Weisheit heißt es zudem, dass ein kleines Korn so bedeutsam wie ein Berg sein kann.

Xiaomi Watch – „Mission Impossible“ aus China

Im November 2019 hat Xiaomi seine erste eigene Smartwatch auf dem chinesischen Markt eingeführt: die Mi Watch. Auch hier ist der Name symbolträchtig. „Mi“ soll eine Abkürzung für „mobiles Internet“ sein, aber auch einen Hinweis auf „Mission Impossible“ (deutsch: unmögliche Mission), was auf den Anfangsschwierigkeiten des Konzerns hinweisen sollen. Betrachtet man die Unternehmensgeschichte, scheint die Mission jedoch erfolgreich zu sein – ebenso bei den eigenen Smartwatches. Aktuell befinden sich zwei eigene intelligente Uhren von Xiaomi auf dem Markt: die erste Smartwatch „Xiaomi Mi Watch“ und die zweite Smartwatch „Xiaomi Mi Watch Color (Schwarz)“. Die Uhren scheinen sich am Design von Apple anzulehnen ebenso wie bei zahlreichen Funktionen. So mancher Tester schmunzelt über die Ähnlichkeit und auch von der „billigen Apple Watch Kopie“ ist hier und da zu lesen. Denn vor allem im Preis unterscheiden sich die Modelle von Xiaomi – sie sind deutlich günstiger als die Konkurrenzprodukte. Im eigenen, deutschen Internetstore von Xiaomi sind diese eigenen Smartwatches noch nicht vertreten und lassen sich aktuell nur über den internationalen Versandhandel auch nach Deutschland bestellen. Das bringt einige Nachteile mit sich – doch auch zahlreiche Vorteile haben Nutzer bereits in ihren Tests und Vergleichen für die Xiaomi Watch erkannt und benannt:
Die Vorteile der Xiaomi SmartwatchesDie Nachteile Xiaomi Smartwatches
– gutes Preisleistungsverhältnis– noch kein deutscher Store – Bestellung nur über internationalen Versandhandel möglich (im Gegensatz zu Smartphones, die bereits auf der eigenen deutschen Internetseite bestellbar sind)
– lange Akkulaufzeit– erinnert manchen Nutzer mehr an ein Fitnessarmband als an eine Uhr
– ausgereifte Apps– mögliche Sprachbarriere: einige Funktionen bisher nur in Englisch oder Chinesisch verfügbar
– einfache Bedienung– noch nicht aktiviertes mobiles Zahlen in Deutschland
– intelligente Uhr und Fitnesstracker in einem– Verbindung mit einem Android Smartphone laut ersten Tests umständlich
– viele Modelle haben die Schutzklasse IP67 – sind damit wasserdicht und staubdicht 

Vorgestellt: Die Xiaomi Mi Watch mit neuester Technik auf Chinesisch

Die Xiaomi Mi Watch ist die erste eigene Smartwatch des chinesischen Unternehmens, die im November 2019 erstmals auf den Markt kam: Das Rechteckiges Touchscreen mit abgerundeten Ecken, einer drehbaren Kronentaste zum Scrollen und zahlreichen weiteren Details erinnern an die Konkurrenzprodukte von Apple nicht nur im Design. In anderen Features unterscheidet sich die intelligente Uhr aus China jedoch deutlich.

Die Daten im Überblick

  • Maße: ca. 44 g /ca. 12,3 mm
  • Display: 1,78 Zoll AMOLED-Farbdisplay mit 368 x 448 Pixeln, 44 mm
  • Gehäuse: aus Aluminium, 5 ATM wasserdicht
  • Armband: aus Silikon
  • Hardware: Qualcomm Snapdragon Wear 3100, 1 GByte RAM, 8 GByte Speicherplatz
  • Akku: Akku mit 570 mAh (Standard-Version), 590 mAh (Exclusive Edition)
  • Software: Wear OS mit angepasster MIUI-Oberfläche
  • Funktionen: eSIM-Unterstützung, Optischer Pulsmesser, Herzfrequenzmessung, Lautsprecher und Mikrofon, Schrittzähler, Schlaftracker, Barometer, Tracken von diversen Workouts, Musik-Steuerung, Vibrationsalarm, Anzeige von Benachrichtigungen und Erinnerungen
  • Schnittstellen: 4G/LTE (mit Band 20), Wi-Fi, GPS, NFC und Bluetooth 4.2
  • Kompatibilität: Xiaomi Mi Wear und Wear OS App
  • Lieferumfang: Smartwatch, Lade-Dock, Ladekabel, Anleitung (chinesisch)
  • Preis: aktuell ca. 235 Euro

Größe und Gewicht

Im Bereich Größe und Gewicht kann die Mi Watch nur bedingt punkten. Mit seiner rund 12,3 Millimeter Dicke ist die Mi Watch deutlich dicker als so manches Konkurrenzprodukt. Sie wiegt 44 Gramm – Nutzer bezeichnen sie daher in ihren Tests und Vergleichen „als einen ordentlichen Klopper am Handgelenk“. Dennoch wird der Mi Watch ein angenehmer Tragekomfort bescheinigt: „Sitzt angenehm am Handgelenk und sieht schick aus“, heißt es in Tests.

Gehäuse

Das Gehäuse der Smartwatch besteht aus Aluminium (oder Edelstahl) und ist mit der Schutzklasse IP67 versehen – damit wasserdicht und auch zum Sport im kühlen Nass geeignet. Nutzer beschreiben die Verarbeitung als „haptisch sehr wertig und robust“. Das zugehörige Armband ist aus Silikon gefertigt, das für manchen Tester zu minderwertig wirkt.

Display

Der Bildschirm der Mi Watch ist mit einen Gorilla Glas geschützt (in der Exclusive Edition sogar mit Saphirglas). Das Display ist mit der AMOLED-Technik ausgestattet, die eine hochwertige Auflösung bietet, kräftige Farben, sattes Schwarz und perfekte Kontraste. Auch die Lesbarkeit bei hoher Helligkeit (Sonneneinstrahlung) wurde von Testern und Nutzern als ausreichend eingestuft.

Betriebssystem und Leistung

Auf der Mi Watch ist als Betriebssystem Wear OS enthalten, jedoch mit einer angepassten MIUI-Oberfläche. MIUI ist das eigene System von der Firma Xiaomi, das stark angepasst ist und auf Android basiert. Dieses Betriebssystem lässt sich bereits auf zahlreichen Smartphones des Unternehmens finden. Außerhalb von China bietet das System auch Zugriff auf Google-Dienste, was bei Produkten innerhalb des Landes nicht möglich ist. Seit Oktober 2019 ist die Version MIUI 11 auf dem Markt, das unter anderem eine neu gestaltete Benutzerschnittstelle, mehr Einstellmöglichkeiten für Always-On-Display, Übertragung des Display-Inhaltes auf externe Displays und einen überarbeiteter Batteriesparmodus bietet. Die 12. Version mit unter anderem einem systemweiten Dark Mode ist bereits in der Entwicklung. Im Inneren ist der Prozessor Qualcomm Snapdragon Wear 3100, die Mi Watch bietet 1 Gigabyte Arbeitsspeicher und 8 Gigabyte Speicherplatz.

Akku

In der Standard-Ausführung der Mi Watch wird ein Akku mit 570 mAh mitgeliefert. Dieser bietet eine Akkulaufzeit von bis zu 36 Stunden. Nutzer bestätigen die Leistung ins verschiedenen Tests – der Akku „erreichte in meinem Test bei normaler Nutzung problemlos anderthalb bis sogar zwei Tage“. Die Exclusive Edition bietet einen etwas größeren Akku mit 590 mAh Kapazität.

Funktionen und Ausstattung

Die Mi Watch bietet ein umfangreiches Paket an Features. Nach der Tradition der Fitnesstracker bietet die Smartwatch von Xiaomi so unter anderem ebenfalls zahlreiche Funktionen für den Fitness- und Sportbereich. Der optische Pulsmesser macht zahlreiche Daten möglich, von dem Schrittzähler, über den Schlaftracker, Herzfrequenzmesser, Stress Monitoring sowie Bewegungserinnerung bis hin zum Tracken von diversen Workouts. Zehn vorinstallierter Sportmodi (unter anderem Joggen, Bergsteigen, Fahrrad fahren oder Bahnen schwimmen) und verschiedene Gesundheitsfunktionen geben ein gutes Feedback zum Fitnesslevel. Für genaue Messwerte von Strecken sind ein GPS-Sensor und ein Höhenmesser verantwortlich. Die Mi Watch verfügt über eine eSIM-Funktion – ein großer Pluspunkt für die Uhr, bei der damit Telefonie auch unabhängig vom Smartphone möglich ist. Lange Zeit war diese Funktion für Deutschland nicht freigegeben. Doch Nutzer berichteten bereits im Februar 2020 in ihren Tests und Vergleichen, dass die eSIM-Funktion inzwischen freigegeben und von ihnen genutzt wird. Für das Mobile Bezahlen per NFC scheint dies noch nicht zu gelten, das wohl aktuell nur in China funktioniert. Wann die Funktion auch für Deutschland freigeschalten wird, ist noch nicht bekannt. Für den verwandten Fitnesstracker „Mi Band 4“ wird eine Freischaltung von NFC in Russland für den 16. Juni 2020 versprochen, europäische Länder sollen folgen. Das lässt auch eine baldige NFC-Verwendung bei der Mi Watch in Europa vermuten. Musikfunktion, Wetter-App, Vibrationsalarm und die Anzeige von Benachrichtigungen und Erinnerungen gehören ebenfalls zum Software-Umfang der mehr als 40 vorinstallierten Apps wie auch beispielsweise ein Notizbuch oder ein Rekorder.

Handhabung

Bei der Bedienung machen Tester jedoch Abstriche und bezeichnen diese als umständlich. Denn die Mi Watch ist derzeit nur mit der chinesischen Firmenversion erhältlich, die Einschränkungen im Einsatz außerhalb des Landes mit sich bringt. Die Bedienungsanleitung ist zunächst in Chinesisch und auch so manche Funktion lässt sich nur durch Kopplung mit dem Smartphone in andere Sprachen (nur Englisch) ändern. Vorinstallierte Apps wie Wetter, Kalender, Schlaf, Sport usw. bleiben teilweise auf Chinesisch. Jedoch ist laut Hersteller eine globale Version der Apps in Arbeit, die diese dann auch komplett auf Deutsch verwenden lassen. So mancher Nutzer bestätigt aber, dass die Bedienung dennoch schon jetzt machbar ist, denn schnell sei die Bedeutung hinter chinesischen Zeichen zu erkennen. Durch das Menü wird mit der Krone auf der rechten Seite der Uhr gescrollt. Der Power-Button befindet sich darunter. Die Funktionen lassen sich über den Startbildschirm der Mi Watch abrufen. Das Design kann durch diverse Zifferblätter (Watch Faces) individuell angepasst werden.

Xiaomi Mi Watch Color: Abgespeckter Funktionsumfang und Preis

Die Xiaomi Mi Watch Color ist die zweite Smartwatch, die das chinesische Unternehmen auf den Markt gebracht hat und seit Januar 2020 in China erhältlich ist. Der große Unterschied zum Vorgänger ist direkt zu sehen: Die Mi Watch Color ist rund und nicht eckig. Auch mit einem abgespeckten Funktionsumfang und vor allem mit einer deutlichen längeren Akkulaufzeit unterscheidet sich die zweite Smartwatch von Xiaomi vom ersten Modell. Die Mi Watch Color ist zu einem deutlich günstigeren Preis erhältlich.

Die Daten im Überblick

  • Maße: 46,2 x 53,3 x 11,4 mm, 35 Gramm
  • Display: 1,39 Zoll AMOLED Display, 454 x 454 Pixel,  110 verschiedene Watch Faces
  • Gehäuse: Edelstahlrahmen, Wasserdicht bis zu 5 ATM
  • Armband: Silikon, 1540 verschiedene Farb-Kombinationsmöglichkeiten
  • Hardware: 512 GB RAM, 2 GB Speicherkapazität
  • Akku: 420 mAh Kapazität, 14 Tage Akkulaufzeit
  • Software: MIUI for Watch Skin basierend auf Wear OS
  • Funktionen: Herzfrequenzsensor,Schrittzähler, Bewegungserinnerung,Schlaf-Monitor Messaging: Nachrichtenüberprüfung, Wecker,Bluetooth,GPS,Stoppuhr, Wettervorhersage, bargeldloses Zahlen, Umgebungslichtsensor, Beschleunigungssensor
  • Schnittstellen: GPS, Glonass, NFC, Bluetooth 5.0 LTE
  • Kompatibilität: Xiaomi Mi Wear und Wear OS App
  • Lieferumfang: 1 x Smartwatch, 1 x Silikonband, 1 x Ladestation, 1 x Chinesisches / Englisches Handbuch
  • Preis: ab ca. 100 Euro

Größe und Gewicht

Die zweite Smartwatch von Xiaomi ist zwar mit 35 Gramm und einer Dicke von 11,5 Millimeter ein wenig leichter und dünner als das erste Modell des chinesischen Herstellers, doch mit 46,2 mal 53,5 Millimeter immer noch eher groß. Auch die Xiaomi Mi Watch Color ist damit ein Klopper am Handgelenk.

Gehäuse

Wie beim Premierenmodell setzt Xiaomi hier auf ein rostfreies Stahlgehäuse (in Schwarz oder Silber), das bis zu 5 ATM Wasserdichte bietet. Jedoch wurde deutlich mehr Augenmerk auf das Design gelegt. Nicht nur das runde Display ist ein Unterschied, sondern auch die zahlreich auswechselbaren Silikonarmbänder – bis zu 1540 verschiedene Farbkombinationen verspricht der Hersteller.

Display

Die Mi Watch Color besitzt ein rundes 1,39 Zoll AMOLED Display mit einer Auflösung von 454 x 454 Pixel. Vor allem beim Zifferblatt bietet der Hersteller hier Individualität. Über 110 verschiedene Watch Faces werden angeboten, um der Uhr einen persönlichen Look zu geben.

Betriebssystem und Leistung

Wie auch bei der Xiaomi Watch wird bei der zweiten smarten Uhr auf MIUI for Watch Skin basierend auf Wear OS gesetzt. Das eigene System erlaubt auch hier im Gegensatz zu Wear OS keine nachträgliche Installation von Apps.

Akku

Bei der Akkulaufzeit unterscheidet sich die Mi Watch Color jedoch deutlich von dem ersten Modell des chinesischen Konzerns. Denn der Hersteller verspricht hier eine Akkulaufzeit von bis zu 14 Tagen. Obwohl hier ein kleiner Akku mit 420 mAh Leistung verbaut ist, ist der Energieverbrauch deutlich geringer. Im Standby-Modus kann sogar eine Akkulaufzeit bis zu 22 Tagen erreicht werden.

Funktionen und Ausstattung

Wo wenig Energie verbraucht wird, liegt die Vermutung nah, dass am Inhalt gespart wurde. Tatsächlich erscheint die Mi Watch Color manchen Nutzer im Gegensatz zum ersten Modell einen abgespeckten Funktionsumfang zu haben. Dennoch ist im Sportbereich einiges geboten: Schrittzähler, Herzfrequenzsensor, Beschleunigungssensor, Kompass, Barometer, Gyroskop und Umgebungslichtsensor für die Helligkeit. Standard-Sportfunktionen wie Laufen, Joggen und Rad fahren sind ebenso enthalten wie freies Training, Gehen, Laufband und Indoor-Fahrrad. Die Mi Watch Color verfügt ebenfalls über NFC, kann per GPS und GLONASS lokalisieren und verfügt über Uhrenfunktionen wie Wecker, Timer, Countdown oder eine Wetteranzeige. Im Bereich Bluetooth ist hier Bluetooth 5.0 bereits integriert. Ohne Smartphone zu telefonieren, ist durch fehlende SIM-Schnittstelle nicht möglich. Auch ein Lautsprecher fehlt bei der Mi Watch Color – die Rückmeldung des Sprachassistenten kommt per Benachrichtigung auf den Bildschirm.
    Achtung: Beide Smartwatches von Xiaomi sind mit einem Sprachassistenten ausgestattet. Doch wann dieser auch mit der deutschen Sprache kompatible ist, ist noch nicht bekannt.

Eine Markteinführung nach der anderen: Smartwatches in Kooperation mit Huami

Neben den eigenen auf den Markt gebrachten Smartwatches finden sich jedoch noch weitere intelligente Uhren, die ebenso aus dem Haus Xiaomi stammen und sich wachsender Beliebtheit erfreuen. Zahlreiche Modelle sind im vergangenen Jahr mit dem chinesischen Elektronikkonzern Huami als Partner erschienen. Das hauseigene Label Amazfit ist auf wearables spezialisiert. Diese Smartwatches sollten daher nicht vergessen werden. Amazfit steht dabei für Produkte, die allesamt zu erschwinglichen Preisen erhältlich sind, dank geringen Gewichts einen hohen Tragekomfort bieten und sich als äußerst widerstandsfähig erweisen. Im Folgenden sollen vier verschiedene Modelle der Zusammenarbeit von Xiaomi und Huami kurz vorgestellt werden:
  • Amazfit BIP 2 Smartwatch (erschienen Juni 2019)
  • Amazfit Verge 2 Smartwatch (erschienen Juni 2019)
  • Amazfit GTR Smartwatch (erschienen Juli 2019)
  • Amazfit ARES Smartwatch (angekündigt für 2020)

Amazfit BIP 2

Die Amazfit BIP 2 ist ebenfalls eine eckige Smartwatch, die optisch somit der Apple Watch ähnelt. Doch schon in der ersten Generation konnte die Uhr mit einer langen Akkulaufzeit punkten: 30 bis 35 Tage Betriebszeit sind möglich – wer sich nur die Zeit anzeigen lässt, kann die Uhr sogar bis zu vier Monate ohne Aufladen nutzen. Das Modell ist für beide Geschlechter gedacht und mit den Maßen 42 x 35 x 12,5 Millimeter im üblichen Größenbereich von Xiaomi. Sie ist in drei Farben erhältlich: Schwarz, Roségold und Grün. Allerdings ist sie deutlich leichter als die Mi Watch Modelle – die Amazfit BIP 2 wiegt lediglich 25 Gramm (ohne Armband). Klassisch sind die Benachrichtungsfunktion zu Mitteilungen und Anrufen auf dem verbundenen Smartphone. Aber vor allem als Fitness- und Gesundheitstracker lässt sich die Uhr einsetzen. Neben zahlreichen Fitnessfunktionen ist die Amazfit BIP 2 imstande, ein EKG am Handgelenk zu erstellen, die Daten der Herzfrequenzmessung werden bis zu sieben Tage lang gespeichert. GPS und optischer Pulsmesser sind ebenfalls enthalten. Jedoch ist die BIP 2 nicht problemlos zum Schwimmen geeignet – sie ist lediglich gegen Spritzwasser geschützt.

Amazfit Verge 2

Die Nachfolger der Amazfit Verge ist im Gegensatz zum Vorgänger mit einer Reihe neuer Features ausgestattet. Käufer können sich zwischen drei verschiedenen Ausführungen entscheiden – bei  einer findet sich auch hier der EKG-Sensor u. a. auch für die Messung der Herzfrequenz. Im Fitnessbereich sind zahlreiche Trainingsmodi integriert: unter anderem Laufen, Radfahren, Bergsteigen und diverse Indoor-Trainings. Überwachung des Schlafs und die gängigen Benachrichtigungsfunktionen bietet die intelligente Uhr ebenfalls. Mit GPS, NFC, eSIM und Wi-Fi kann sie eine echte Alternativen zu deutlichen preisintensiveren Konkurrenzprodukten sein – die Verge 2 kostet in der EKG-Version ca. 166 Euro. Die eSIM ermöglicht von Handy autarke Telefonate, LTE /VoLTE ist mit enthalten. Im Punkt Design schlägt der Hersteller bei der Verge 2 einen minimalistischen, schlichten Weg ein. Das Uhrengehäuse aus mikrokristalliner Zirkon-Keramik (Aluiniumoxydkeramik) wirkt markant, das Display ( 1,39-Zoll-AMOLED-Display mit einer Auflösung von 454 x 454 Pixeln) ist rund. Geschützt wird der Bildschirm von einem 2.5D Glas. Die technische Rechenleistung übernimm der Qualcomm Snapdragon Wear 2500 Prozessor, die Uhr verfügt über 512 Megabyte Arbeitsspeicher und einen internen Speicher mit vier Gigabyte. Der 420 mAh starke Akku verspricht eine Betriebslaufzeit von bis zu 28 Stunden.

Amazfit GTR

Bereits im Juli 2019 hat die zu Xiaomi gehörende Marke Amazfit eine weitere runde Smartwatch enthüllt – die vorher angekündigte Amazfit GTR. Diese wird in zwei Gehäusegrößen und unterschiedlichen Materialien angeboten, beide mit einer Pixeldichte von 326 ppi – bei der Schärfe des Bildes müsste keine Unterschiede geben. Vor allem mit der Akkulaufzeit von bis zu 56 Tage zog die Smartwatch einige Schlagzeilen auf sich. Zwar steckt ein abgespeckter Modus dahinter, doch in Tests und Vergleichen kann sie mit der Konkurrenz dennoch mithalten. Die kleine Version der GTR hat einen Gehäusedurchmesser von 43 Millimeter (1,2 Zoll) und einen schlanken Akku mit 195 mAh. Im Dauerbetrieb hält sie 34 Tage durch, beziehungsweise mit aktiviertem GPS 22 Stunden. Das größere Modell (47 Millimeter, 1,39 Zoll) hat einen stärkeren Akku verbaut (410 mAh) und kann bis zu 56 Tage Betriebslaufzeit bieten – sind alle Funktionen im Dauermodus aktiv, reicht die Energie rund 40 Stunden. Herzfrequenzmessung, GPS, GLONASS, NFC für kontaktloses Zahlen und auch EKG bei der größeren Version sind hier inbegriffen. Im Fitnessbereich werden zwölf Disziplinen unterstützt, die Uhr ist bis zu 50 Meter wasserdicht sowie staubdicht und auch das Schlaftracking wird gewährleistet. Benachrichtigungen über Neuigkeiten auf dem Handy werden ebenso geboten. Die GTR ist sowohl mit Android als auch iOS kompatibel. Das Gehäuse kann aus Aluminium, Edelstahl oder Titan bestehen. Die kleine Version kostet umgerechnet etwas mehr als 100 Euro, die große Version gibt es ab rund 180 Euro.

Neueste Ankündigung: Amazfit ARES

Dieses Modell geistert bereits durch die Berichterstattung und die Amazfit App. Für rund 70 Euro soll hier Medienberichterstattungen zufolge eine Smartwatch auf den Markt kommen, die vor allem mit einem 200-Milliamperestunden-Akku für Aufsehen sorgt: Selbst bei intensiver Nutzung jeden Tag soll er bis zu 15 Tage durchhalten. Optisch lehnt sich dieses Modell an das robuste Design der T-Rex-Reihe an und ist nach Militärstandards zertifiziert. Sportler finden hier bis zu 70 Sportarten, die unterstützt werden: Neben dem typischen Joggen oder Radfahren finden sich hier auch Handball oder Fallschirmspringen. Schwimmen ist ebenfalls problemlos möglich, die Uhr soll bis 50 Meter wasserdicht sein. Das Touchdisplay soll einen Durchmesser von 33 Millimetern haben (1,28), die Bedienung zusätzlich über drei Tasten am rechten Gehäuserand erfolgen. Das Gehäuse soll aus Kunststoff bestehen, das Armband aus Silikon und der Bildschirm mit Gorilla Glass geschützt sein. Laut Hersteller soll die Uhr nur 48 Gramm wiegen. Wie üblich erfolgt die Markteinführung wohl erst in China. Wann auch dieses Modell auf dem europäischen und deutschen Markt zu finden ist, ist bisher noch nicht bekannt.
    Info: Es gibt zahlreiche weitere Modelle: z. B. Amazfit GTS, Amazfit Stratos oder Amazfit T-Rex. Ein Ende des Angebotsreigen der Xiaomis ist nicht in Sicht. Amazfit hat für die kommenden Monate mehr als zehn neue Smartwatches angekündigt. Eine von ihnen könnte die „Amazfit X“ sein. Ihre Besonderheit: ein gebogenes Design.

Zusammenfassung

Xiaomis günstige Smartwatches haben den Markt aufgewirbelt. Nachdem sich der chinesische Hersteller mit Smartphones und Fitnesstracker einen Namen gemacht hat, erschienen zwei eigene Smartwatch auf dem Markt, weitere in Kooperation mit der Tochter Huami unter dem Label Amazfit. So manches Modell erinnert an die Konkurrenz von Apple, anderer werden mit den zahlreichen Fitnessfunktionen wie Schlaftracking, Messung der Herzfrequenz und zahlreichen Sportmodi eher mit Fitnesstrackern verglichen. Hinderlich ist vor allem die Sprachbarriere, denn die Modelle werden zumeist nur mit Mandarin (vereinfachtes Chinesisch) oder Englisch angeboten. Auch so manche Funktion wie das kontaktlose Bezahlen per NFC ist hierzulande noch nicht freigeschaltet. Dennoch plant das Unternehmen, weitere Modelle auf den Markt zu bringen.
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