Wasserdichte Fitnesstracker: Diese Geräte sind für Schwimmer geeignet

Sport ist gesund und wichtig im Leben. Doch nicht jeder möchte Joggen oder im Fitnessstudio an den Geräten trainieren. So mancher bevorzugt das kalte Nass: Schwimmer, Duathleten und Triathleten trainieren nicht nur auf der Straße und beim Radfahren – sondern auch im Wasser. Für diese Sportler ist es besonders wichtig, einen Fitnesstracker zu haben, der auch wasserdicht ist. Denn die Fitness-Uhr soll während der Bahnen ebenso die Daten aufzeichnen. Doch Vorsicht: Wasserschutz ist nicht gleich Wasserschutz. Manche Modelle sind nur geschützt gegen Spritzwasser, andere nur bis zu einer gewissen Tiefe. Hier gibt es verschiedene Kategorien – die technischen Eigenschaften sollten unbedingt vor dem Kauf genau unter die Lupe genommen werden. Zudem muss ein wasserdichtes Fitnessarmband wichtige Kriterien erfüllen, damit es im Schwimmbad auch gute Dienste leisten kann. Die meisten Tests für wasserdichte Fitnesstracker beschäftigen sich mit den folgenden Kaufkriterien und Anforderungen.

Wasserdichte Geräte: Der Unterschied zu anderen Trackern

Nicht alle Fitnesstracker sind wasserdicht. Diese speziellen Modelle unterscheiden sich von anderen sportlichen Wearables vor allem darin, dass sie zum Schwimmen geeignet sind. Zumeist haben sie die gleichen Funktionen wie andere Fitnessarmbänder – Schrittzähler, Kalorienzähler, Herzfrequenzmessung, Schlafanalyse und vieles mehr. Uhrzeit und Nachrichten vom Handy werden bei manchen Modellen ebenso angezeigt wie bei der herkömmlichen Smartwatch. Doch wasserdichte Fitnesstracker haben weitere, spezifische Eigenschaften. Sie können auch im Wasser den Kalorienverbrauch aufzeichnen, eignen sich als Pulsuhr und können verschiedene Aktivitäten protokollieren. Die Modelle erkennen zumeist das Schwimmen als eigene Aktivität, können unterschiedliche Schwimmstile bezeichnen, messen Bahnlängen, Zeiten und Geschwindigkeit. Sie lassen sich trotz Nässe bedienen. Je nach Wasserdichtigkeit messen sie sogar die Tiefe beim Tauchen und haben Druckangaben. Unter freiem Himmel funktioniert auch der GPS-Sensor des wasserdichten Fitnesstrackers. Es gibt wasserdichte Fitnessarmbänder mit und ohne Display. Letztere haben meist einen kleineren Funktionsumfang, sind aber dafür auch schmaler am Handgelenk. Das ist vorteilhaft beim Schwimmen. Manche Modelle brauchen eine Verbindung zum Smartphone, andere nicht. Hier entscheidet der Geschmack und die Nutzungsgewohnheiten des Sportlers. Fitnessuhren sind die Königsklasse unter den Armbändern, die wasserdicht sind.

Unterschiedliche Angaben: Wann dringt kein Tropfen in die Technik?

Die wichtigste Angabe bei Fitnesstracker für das Schwimmtraining ist die Wasserdichtigkeit. Doch diese wird von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich ausgedrückt. Keine andere Angabe sorgt für so viel Verwirrung wie die der Wasserdichtigkeit. Manche Geräte sind nur spritzwassergeschützt, andere Geräte für Tauchgänge geeignet. Doch „30 Meter Wasserdichtigkeit“ bedeutet nicht automatisch, dass der Nutzer damit auch bis zu 30 Metern tief tauchen kann. Daher ist es wichtig, die Kriterien der unterschiedlichen Angaben genau zu kennen. Die Wasserdichtigkeit wird meist in mit folgenden fünf Angaben beschrieben:
  • Angaben in Metern
  • Angaben in bar
  • Angabe in atm
  • Kategorien
  • IP-Zertifizierung

Angabe in Metern

Manche Hersteller benutzten diese Angabe, um die Wasserdichtigkeit ihres Fitnesstrackers darzustellen. Doch die Meter, die hier genannt werden, beziehen sich nicht auf die Tauchtiefe, wie so mancher Käufer irrtümlich annimmt. Sie bezieht sich vielmehr auf den adäquaten Prüfdruck in Metern, der bei der Wasserdichtigkeitsprüfung verwendet wurde. Da diese Angabe sehr irreführend ist, gibt es Gerichtsurteile, die die Angabe des Prüfdrucks in Meter nicht mehr erlaubt. Stattdessen sollte der Druck selbst verwendet werden.

Angaben in bar

Exakter, aber deutlich abstrakter ist die Angabe in bar. Hier wird der Druck bezeichnet, bis zu dem der Fitnesstracker vor einen Wassereinbruch geschützt ist. Doch die meisten Verbraucher können sich darunter weniger vorstellen. Wann sind drei bar erreicht? Entspricht das 30 Meter Tiefe? Nein! Denn es gilt zwar, dass ein bar dem Druck von einem Kilogramm auf eine Fläche von einem Quadratzentimeter entspricht. Aber: Wasser kann nicht komprimiert werden. Daher verstärkt sich dessen Druck alle zehn Meter um einen bar. Zusätzlich wird der Luftdruck an der Wasseroberfläche hinzugerechnet. Daher beträgt der Druck in zehn Meter Wassertiefe bereits zwei bar. Drei bar sind bei einer Wassertiefe von 20 Metern erreicht, 11 bar herrschen in 100 Meter Tiefe.

Angabe in atm

Eine weitere technische Angabe bei wasserdichten Trackern ist die Maßeinheit atm. Das ist die Einheit Atmosphären. Ein atm ist etwa einem bar Wasserdruck gleichzusetzen. Auch diese Angabe hat den Nachteil, dass sie abstrakt ist und der Verbraucher sich nur wenig darunter vorstellen kann.

Angabe in Kategorien

Manche Hersteller nutzen zudem Beschreibungen, um dem Verbraucher vorstellbare Angaben zur Wasserdichtigkeit des Fitnessarmbands zu geben. Hier werden zusätzlich Kategorien zu den Einheiten und Zahlen verwendet. Die folgende Tabelle zeigt typische Angaben:
AngabeÜbersetzte Bedeutung
– wassergeschützt oder wasserdicht ohne weiteren ZusatzDas Gerät hält nur kleine Wasserspritzer ab!
– wasserdicht bis 3 atmDas Gerät kann beim Abspülen von Geschirr getragen werden.
– wasserdicht bis 5 atmBaden, Duschen und Händewaschen sind mit Fitnesstracker möglich.
– wasserdicht bis 10 atmFitnessarmband eignet sich zum Schwimmen.
– wasserdicht bis 20 atmFitnessarmband eignet sich zum Tauchen.

IP-Zertifizierung

Es gibt jedoch auch internationale Kennziffern, die die Wasserdichtigkeit generell und in einem Standard ausdrücken. Hier sind die IP-Kennziffern gemeint. IP ist eine Abkürzung für den internationalen Standard „International Protecting Marking“. Dieser bezeichnet, wie stark ein Gerät vor dem Eindringen von Fremdkörpern geschützt ist. Die IP-Kennziffer besteht aus zwei Zahlen – die erste bezeichnet Fremdkörper wie Sand und Staub – sie hat eine Skala von eins bis sechs.
ZifferSchutz gegen Fremdkörper
0ungeschützt
1Geschützt gegen Fremdkörper, die größer als 50 Millimeter sind
2Geschützt gegen feste Fremdkörper, die größer als 12 Millimeter sind
3Geschützt gegen feste Fremdkörper, die größer als 2,5 Millimeter sind
4Geschützt gegen feste Fremdkörper, die größer als 1 Millimeter sind
5Geschützt vor Staub
6Dicht gegenüber Staub
Die zweite Zahl zeigt die Wasserdichtigkeit und kann maximal eine Acht sein.
ZifferSchutz gegen Wasser
0ungeschützt
1Geschützt gegen Tropfwasser, senkrecht fallend
2Geschützt gegen Tropfwasser, schräg fallendes (unter 15 Grad Fallwinkel)
3Geschützt gegen Sprühwasser (Regen oder Sprinkleranlage)
4Geschützt gegen Spritzwasser (Waschstraße oder Regen von allen Seiten)
5Geschützt gegen Strahlwasser (Wasserschlauch)
6Geschützt gegen starkes Strahlwasser (Hochdruckreiniger)
7Geschützt bei kurzzeitigem Eintauchen
8Geschützt bei dauerhaftem Untertauchen
Die IP-Schutzklasse IP 68 ist daher die Höchstmögliche. Mit dieser Angabe ist ein Fitnessarmband wirklich wasserdicht und zum Schwimmen definitiv geeignet. Hinweis: Achten Sie bei der Auswahl eines wasserdichten Armbandes auch auf die Staub- und Sanddichtigkeit. Denn Schwimmer gehen oft auch ins Salzwasser im Meer– der Sand am Meeresstrand sollte dem Wearable ebenso nichts anhaben können.

Kaufberatung: Diese spezifischen Kaufkriterien sind wichtig

Es gibt zahlreiche Fitnesstracker auf dem Markt, die auch als wasserdicht gelten. Doch bei diesen Modellen sollte vor dem Kauf besonders auf ihre Spezifika geachtet werden, damit sie auch beim Schwimmen gute Dienste leisten. In Vergleichstest schneiden Modelle meist gut ab, die in folgenden Kategorien gute Ergebnisse erzielen:
  • Materialien
  • Schwimmfunktionen
  • weitere Funktionen
  • sicherer Halt
  • GPS ohne Smartphone
  • Bedienung bei Nässe

Materialien

Wo Wasser hinkommt, braucht es besondere Anforderungen an die Materialien. Sowohl dem Gehäuse als auch dem Armband darf das kühle Nass nicht anhaben können. In den meisten Fällen wird hier Silikon oder Gummi verwendet. Beide Materialien sind nicht nur wassertauglich, sondern auch meist weich, flexibel und leicht. Der Tracker selbst besteht häufig aus Kunststoff, ebenfalls Silikon oder auch Aluminium. Achten Sie darauf, dass das Display eine spezielle Beschichtung hat, damit kein Wasser eindringen kann. Gorilla Glas und Saphirglas sind typische Materialien für den Bildschirm. Wer ein Fitnessarmband für das Schwimmtraining sucht, sollte auch darauf achten, dass ein Training in verschiedenen Wassertypen stattfinden kann: Der Tracker sollte also sowohl resistent gegen Chlorwasser im Schwimmbad als auch Salzwasser im Meer sein.

Schwimmfunktionen

Wer den Fitnesstracker für das Schwimmtraining nutzen möchte, sollte zudem sicher stellen, dass auch spezielle Schwimmprogramme installiert sind. Optimal kann das Fitnessarmband nicht nur Bahnen zählen, sondern auch Distanzen messen und die benötigte Dauer aufzeichnen (und damit die erreichte Pace ermitteln). Können Schwimmstile eingestellt werden? Mit dem Beschleunigungsmesser und dem Gyroskop können manche Modelle die Armbewegungen erkennen und damit auch den angewandten Schwimmstil. Manche Modelle bieten auch die Errechnung des SWOLF-Werts. Dahinter verbirgt sich eine Kennziffer, mit wie vielen Schwimmzügen in einer gewissen Zeit eine vorher festgelegte Distanz zurückgelegt wurde. Der SWOLF-Wert gibt daher genauen Überblick über das aktuelle Leistungsniveau. Je niedriger der Wert, umso fitter ist der Schwimmer.

Weitere Funktionen

Auch der wasserdichte Fitnesstracker sollte weitere Grundfunktionen haben, die andere Modelle ebenfalls bieten, um beispielsweise auch für andere Sportarten nutzbar zu sein. Zu den Grundfunkionen zählen beispielsweise der Schrittzähler und das Distanzmessgerät (in Echtzeit). Aber auch Pulsmesser und Blutdruckmessung sind bei sportlichen Betätigungen wichtig. Weitere Feature zur professionellen Anwendung sind:
  • Kalorienzähler
  • Stoppuhr
  • Messung der Herzfrequenz mittels Herzfrequenzsensor
  • Bluetooth-Datenübertragung
  • Benachrichtigungen (mit Vibrationsalarm)
  • Überwachen und aufzeichnen von Schlafphasen
  • Speicherung von Tageszielen
  • verschiedene Trainingsmodi
  • v. m.
So manches Modell zeigt zudem auch Datum und Uhrzeit an und wird daher nicht selten auch als Sportuhr bezeichnet. Hinweis: Für Damen bieten manche Geräte auch den Menüpunkt „weibliche Gesundheit“ an. Hier können spezifische Daten des Zyklus protokolliert werden. Schlaf, Aktivität, Kalorienverbrauch und Körpergewicht werden in solch einer Armbanduhr entsprechend der Phasen erfasst und besser abgestimmt ausgewertet.

Sicherer Halt

Achten Sie beim Kauf auch auf den sicheren Halt der Fitnessuhr am Handgelenk. Denn nichts ist ärgerlich als der Verlust des Fitnesstrackers bei den ersten Schwimmzügen bis auf den tiefen Meeresgrund. Spezielles Zubehör kann hier ebenso hilfreich sein. So mancher Sportler schwört auf den Brustgurt. Doch dieses Utensil ist nicht für jedermann. Nicht selten wird der Nachteil betont, dass der Brustgurt unbequem sei und auch die Pulsmessung oder Herzfrequenzmessung der Fitnessuhr abweicht. Sowohl Chlor- als auch Salzwasser besitzen eine hohe Leitfähigkeit. Beim Herzfrequenzsensor können dadurch Störungen entstehen und die Herzfrequenz nicht mehr gemessen werden.

GPS ohne Smartphone

Ein wasserdichtes Fitnessarmband für das Schwimmtraining ist nur sinnvoll, wenn es auch unabhängig vom Smartphone agieren kann. Denn während der Strecke im Wasser kann das Telefon meist nicht bei sich getragen werden. Achten Sie daher auch darauf, dass die Armbanduhr eine GPS-Funktion hat, die auch ohne Smartphone-Verbindung funktioniert.

Bedienung bei Nässe

Ein wichtiger Aspekt beim Kauf eines Fitnesstrackers ist zudem die Bedienung. Diese sollten bei allen Geräten intuitiv und einfach sein. Doch bei der Anschaffung eines wasserdichten Fitnessarmbands sollte vor allem auf die Bedienung bei Nässe geachtet werden. Kann der Bildschirm auch ohne Einschränkungen betätigt werden, wenn es feucht ist? Funktionieren Touch-Funktionen? Oder hat die Fitnessuhr mechanische Bedienelemente, die leicht zu erreichen sind?

Weitere Kaufkriterien für einen Fitnesstracker

Natürlich sind vor der Anschaffung eines wasserdichten Fitnessarmbands auch die üblichen Kaufkriterien wichtig, die ebenso für nicht wasserdichte Modelle gelten. Daher sollte auch ein Blick auf die folgenden Punkte bei der Auswahl geworfen werden:
  • Kompatibilität
  • Akkulaufzeit
  • Genauigkeit
  • Tragekomfort
  • Design

Kompatibilität

Achten Sie darauf, dass Ihr Smartphone mit dem ausgewählten Modell auch kompatibel ist. Nur so können Daten, Erfolge und Statistiken ausgewertet werden. Nicht jedes Wearable kann mit einem iPhone verbunden werden, Android-Geräte haben wieder andere Voraussetzungen. In den meisten Fällen geschieht die Verbindung über eine Bluetooth-Schnittstelle. Auf dem Telefon braucht es zusätzlich eine App, um die Schwimmtrainingsergebnisse, die Schlafanalyse, die Messung der verbrauchten Kalorien und vieles mehr anzeigen und auswerten. Dazu gehören beispielsweise Runtastic, S-Health, Endomondo oder veryfitpro. Tipp: Wer solch eine App vor der Anschaffung der Fitnessuhr herunterlädt, kann bereits vor Kauf prüfen, ob Aufbau und Bedienung gefallen.

Akkulaufzeit

Achten Sie beim Kauf eines wasserdichten Fitnessarmbands auch auf die Akkulaufzeit. In der Regel halten die meisten Modelle drei bis sieben Tage durch. Je häufiger das Armband aufgeladen werden muss, desto häufiger braucht es ein langes Ablegen. Wer in der Nacht lädt, kann keine Schlafphasen überwachen. Auch die Aufladedauer ist hier ein wichtiges Kriterium – je kürzer, desto besser.

Genauigkeit

Wer seine Schritte zählen lassen möchte und auch die Schwimmbahnen aufzeichnen will, der wünscht sich natürlich auch Genauigkeit der Messungen. Diese lässt sich jedoch schlecht vor dem Kauf feststellen. Hier helfen Vergleichstests, die auch auf die Genauigkeit bei der Schrittzahl und der Puls- sowie Herzfrequenzmessung sowohl am Handgelenk als auch bei Betrieb im Brustgurt testen. Rezensionen von Kunden, die das anvisierte Gerät bereits gekauft haben, können auch Orientierung geben.

Tragekomfort

Neben dem sicheren Halt sollte ein wasserdichtes Fitnessarmband auch einen hohen Tragekomfort besitzen. Denn nichts ist unangenehmer als ein zwickendes und drückendes Gerät am Handgelenk. Fitnessuhren sollten daher so wenig wie möglich stören – leichte und schmale Modelle sind hier von Vorteil. Weicher Kunststoff ist angenehmer auf der Haut. Harter Kunststoff kann unangenehme Druckstellen bilden. Ist das Display gut lesbar? Lässt sich der Verschluss leicht verschließen? Sitz das Armband ergonomisch? All das sind Fragen des Tragekomforts. Probieren Sie vor dem Kauf unbedingt das Tragen des Fitnesstrackers am Handgelenk aus.

Design

Aber nicht nur der gute Sitz ist ausschlaggebend. Auch die optische Wirkung spielt für viele Nutzer eine Rolle. Viele Hersteller legen daher inzwischen ein besonderes Augenmerk auf das Design. Manche Modelle wirken schlicht, andere sind stylish für den modischen Sportler. Viele Modelle gibt es in unterschiedlichen Farben – für Damen können sie sogar mit Schmucksteinen verziert sein. Männer bevorzugen ein technisches Design.

Preise: So viel kostet ein wasserdichter Fitnesstracker

Wasserdichte Fitnessarmbänder gibt es in allen Preissegmenten. Für Einsteiger eignen sich einfache Geräte, die nur wenige Euro kosten. Solche Modelle sind schon für unter 50 Euro erhältlich. Sie bieten meist nur die Grundfunktionen. Je komplexer das Gerät, desto teurer. So manche Sportuhr erinnert längst an eine Smartwatch. Auch Markengeräte kosten mehr als günstigere Modelle. So gibt es auch Modelle, die mit dem Preis weit über 100 Euro liegen. Hochwertige Luxussportuhren, die wasserdicht sind, können auch zwischen 200 und 500 Euro im Preis liegen. Achten Sie bei der Anschaffung jedoch nicht nur auf den Kaufpreis. Wichtiger ist das Preis-Leistungs-Verhältnis: Erhalte ich auch genügend Funktionen für den Preis? Vergleichstests geben hier leicht eine Orientierung, denn oft wird auch ein Preis-Leistungssieger gekürt. Hinweis: Teuer bedeutet nicht gleich gut. Testergebnisse haben längst gezeigt, dass teure Produkte dennoch Schwächen in den Funktionen wie beispielsweise der Messung der Kalorien, dem Schrittzähler oder sogar der Pulsmessung haben können.

Ausgewählte Hersteller von wasserdichten Fitnesstrackern

Es gibt zahlreiche Unternehmen, die wasserdichte Fitnessarmbänder anbieten. Zu den beliebtesten Herstellern gehören unter anderem:
  • Yamay
  • Xiaomi
  • Polar
  • Misfit
  • Fitbit
  • Sony
  • Garmin

Xiaomi

Dahinter verbirgt sich ein chinesischer Elektronikhersteller, der 2010 gegründet wurde. 2013 war das Unternehmen sogar kurzzeitig Marktführer bei Smartphones in China. Neben Handy stellt das Unternehmen auch Fitnessarmbänder her, darunter einige auch wasserdicht. Die Produkte liegen zumeist in dem unteren Preissegment, versprechen aber nur eine Wasserdichtigkeit von bis zu 5 atm.

Yamay

Dahinter verbirgt sich ein chinesischer Hersteller, der Fitnessarmbänder zum kleinen Preis verkauft. Die Geräte von Yamay bieten trotz des günstigen Preises alle wichtigen Funktionen wie Schritt- und Kilometerzähler, Schlaf-Tracking und Pulsmessung. In Vergleichstest schneiden die meisten Modelle trotz des günstigen Preises oft gut ab. So manches Gerät von Yamay ist auch wasserdicht und kann die Schutzklasse IP 67 aufweisen. Für Einsteiger ist dieser Hersteller gut geeignet.

Polar

Polar Electro ist ein finnisches Unternehmen, das bereits 1977 gegründet wurde und sich mit kabellosen Herzfrequenzmessgeräten einen Namen gemacht hat. Heute ist Polar für Fitnessuhren mit Herzfrequenzmessung bekannt. So manches Fitnessarmband eignet sich auch zum Schwimmen, wie beispielsweise die Fitnessuhr Polar Ignite. Die Produkte dieses Herstellers gehören zu den mittleren und gehobenen Preissegmenten.

Misfit

Dies ist eine im Jahr 2011 als Start-up gegründete Marke aus San Francisco, die sich ein enorm großes Renommee bei wasserdichten Fitnessarmbändern erarbeitet hat. Die Marke kooperiert mit dem Sportartikelhersteller Speedo. Aus der Zusammenarbeit sind bisher zwei Fitnesstracker entstanden: Das Misfit Speedo Shine und Speedo Shine 2 können beim Schwimmtraining nicht nur Bahnen zählen, bieten auch Countdown-Timer und Vibrationsalarm und zeichnen sich durch ein minimalistisches Design sowie ein geringes Gewicht aus. Seit 2015 ist Misfit unter dem Dach der Fossil Group tätig. Hier finden sich auch andere bekannte Marken wie Diesel oder Emporio Armani.

Fitbit

Dieses Unternehmen ist im Bereich Gesundheit und Fitness unterwegs und hat sich einen Namen mit zahlreichen, verschiedene Fitnesstracker auf dem Markt gemacht. Bekannte Produktreihen sind Fitbit Surge, Fitbit Charge HR, Fitbit Charge, Fitbit Flex, Fitbit Zip und Fitbit One sowie Aria Wi-Fi Smart Scale. Die Geräte können Schritte zählen, die zurückgelegte Strecke messen, Herzfrequenz und Puls überwachen sowie die aktive Zeit und Schlafphasen auswerten. Andere Modelle sind für die Messung von Gewicht, BMI, fettfreier Masse und Körperfettanteil geeignet. Zu den wasserdichten Modellen zählt unter anderem der Fitbit Flex 2. Er bietet zwei verschiedene Armbandgrößen (S und L), ist für das Schwimmen und Untertauchen ebenso geeignet wie für andere Sportarten. Fitbit zählt zum mittleren Preissegment.

Sony

Diese Firma bietet sowohl das Modell für Einsteiger zum günstigen Preis als auch die komplexe Smartwatch. Sony konzentriert sich dabei jedoch weniger auf die sportlichen Aspekte. Das Unternehmen orientiert sich eher am Business- und Freizeitbereich. Dennoch eignen sich so manche Armbänder auch für die Fitness und gelten als wasserdicht. Mit einer Sony Smartwatch braucht der Gang ins Wasser definitiv nicht gescheut werden.

Garmin

Der amerikanische Hersteller Garmin ist für seine Multifunktionsgeräte bekannt. Viele seiner Modelle bewegen sich an der Grenze zwischen Uhr und Fitnessarmband. Denn die Geräte bieten einen enormen Pool an Sportfunktionen. Nicht nur Laufen, Wandern und Radfahren sind hier Standard, sondern auch Golfen, Trekking und Schwimmen. Wasserdichte Modelle für das Schwimmtraining überzeugen oft durch zahlreiche Funktionen wie Bestimmung des Schwimmstils, Bahnzählung und selbstständiges Erkennen der Bahnlänge. Garmin Fitnessarmbänder gehören in die obere Preiskategorie. Sie zeichnen sich jedoch auch durch eine besonders hohe Wasserdichtigkeit aus. Beispiele für Fitnessarmbänder, die sich auch zum Schwimmen eignen, sind unter anderem das Vivoactive HR und das Vivosmart HR.

Zusammenfassung

Vivosmart, veryfitpro, vivoactive, Garmin, Yamay und Co – all diese Begriffe haben etwas mit Fitnesstrackern zu tun. Ob ein einfaches Modell oder eine komplexe Uhr vom Markenhersteller, für Schwimmer ist besonders wichtig, dass die Geräte am Handgelenk auch wasserdicht sind. Hier gibt es unterschiedliche Angaben. Eine gute Orientierung geben die IP-Schutzklassen, mit der höchsten Stufe IP 68 kann kein Käufer etwas verkehrt machen. Bei anderen Produkte kann es sein, dass wasserdicht nur heißt, dass die Geräte gegen Spritzwasser geschützt sind – untertauchen ist nicht zu empfehlen. Doch Fitnessarmbänder für Schwimmer sollten noch mehr können als die üblichen Tracker: Neben Kalorienverbrauch, Pulsmesser und Schrittzähler sind besondere Trainingsprogramme für das Schwimmen wichtig. So manches Modell erkennt selbstständig, welchen Schwimmstil der Sportler wählt, kann Bahnen zählen und Distanzen festlegen. Zudem sollte ein wasserdichtes Fitnessarmband besonders bequem, aber auch fest am Handgelenk sitzen, sich auch bei Nässe bedienen lassen und GPS ohne Smartphone benutzen können.
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